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Betreiberin eines bekannten Takoyaki-Ladens begeht Steuerhinterziehung

Wer das Osaka Castle bereits einmal besucht hat, kam wohl nicht am Takoyaki-Essensstand von Frau Tatsuko Utsunomiya vorbei. Der Imbiss befindet sich auf dem Schlossgelände. Doch nun wurde die Betreiberin wegen Steuerhinterziehung in Millionenhöhe angeklagt.

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Die 72-jährige Utsunomiya soll sich, laut Staatsanwaltschaft, ihrer Schuld voll bewusst sein. Immerhin habe sie gewusst, dass ihr Verpflegungsstand durch eine wachsende Zahl ausländischer Besucher expandiert. Trotzdem zahlte sie für die steigenden Einnahmen keine zusätzlichen Steuern. So habe die Betreiberin innerhalb von drei Jahren rund 120 Millionen Yen (etwa 905.640 Euro) Steuern hinterzogen, die sie durch ihre Takoyaki einnahm. Takoyaki sind Teigkugeln, die mit gewürfeltem Tintenfisch gefüllt sind.

Die ältere Dame hatte in diesen drei Jahren bis 2016, die sie den Imbiss betreibt, Einnahmen von rund 330 Millionen Yen (etwa 2.490.510 Euro). Ihr Stand befand sich nur etwa drei Gehminuten vom Schlossturm entfernt, den besonders in den letzten Jahren immer öfter ausländische Touristen besuchten. Allein 2017 verzeichnete das Schloss einen Rekord von 2,75 Millionen Besuchern. 80 bis 90 Prozent der Kunden des Standes sollen Ausländer gewesen sein, da der Einreisetourismus in Japan weiter boomt.

Doch trotz ihrer hohen Einnahmen soll Utsunomiya ihrer Steuerpflicht nicht nachgekommen sein und das Geld behalten haben, wie Gerichtsdokumente zeigen. Durch das Set von acht Takoyaki-Kugeln (600 Yen) und Eis für 400 Yen, habe sie viel Geld erwirtschaftet. Mit zunehmender Zahl ausländischer Kunden soll sich ihr Geschäft, dass vor zehn Jahren nur genug Geld erwirtschaftete, um die Familie zu unterstützen, in eine Geldquelle verwandelt haben.

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So soll sie laut Staatsanwälten und mit dem Geschäft vertraute Personen an manchen Tagen sogar über eine Millionen Yen (etwa 7.547 Euro) erwirtschaftet haben. Nachdem die Besitzerin des Standes im Juli angeklagt wurde, hat der Imbissstand letzten Monat seinen Betrieb eingestellt.

Quelle: Kyodo News

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