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Betrug um die Verkaufsquoten zu erfüllen

Betrug bei Seven-Eleven an Franchisenehmern aufgedeckt

Mehrere Mitarbeiter von Seven-Eleven Japan Co. haben das Computersystem genutzt, um ungefragt Bestellungen für Franchisenehmer aufzugeben.

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Die Mitarbeiter wollten so die vorgegebenen Verkaufsquoten erfüllen, indem sie verschiedene Geschäfte besuchten und die Computer dort benutzen, um die Bestellungen zu manipulieren.

Franchisenehmer entdeckten seltsame Bestellmengen

Der Betrug kam ans Licht, nachdem einige Franchisenehmer die Bestellungen in ihrem System entdeckt hatten.

Ein Mitarbeiter von Seven-Eleven teilte der Nachrichtenagentur Kyodo mit, dass die Mitarbeiter des Unternehmens, das mit einem Franchisesystem arbeitet, von ihren Vorgesetzten zu diesem Betrug aufgefordert wurden.

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Bestellungen werden normalerweise von Geschäftsleitern oder erfahrenden Mitarbeitern in das System eingepflegt. Es ist jedoch für die Franchisenehmer schwierig zu überprüfen, ob die Bestellungen manipuliert sind, da normalerweise mehr als 1.000 Artikel pro Tag bestellt werden.

Mitarbeiter von Seven-Eleven können einfach in die Büros der Franchisenehmer gehen

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Die Mitarbeiter von Seven-Eleven haben normalerweise das Recht, Büros in Geschäften zu betreten und können problemlos Computer bedienen, ohne dass jemand kontrolliert, sagte der Mitarbeiter.

„Den Vorjahresumsatz zu übertreffen, ist ein Muss. Unsere Vorgesetzten würden uns abmahnen, wenn wir zögern würden und sie würden uns auf Umwegen dazu bringen, diese Bestellungen aufzugeben, ohne dass ein Ladenbetreiber informiert wird“, betonte der Mitarbeiter im Gespräch mit Kyodo.

Ein anderer Angestellter gab an, dass einige der Seven-Eleven Angestellten, die die Bestellungen auffüllten, sich schuldig fühlten und begannen, einige der Waren aus ihrer eigenen Tasche zu bezahlen. Einige, die den Druck nicht ertragen konnten, hatten das Unternehmen verlassen.

Nicht verkaufte Lebensmittel müssen auf eigene Kosten entsorgt werden

Ein Franchisenehmer hat eine Beschwerde bei der Japan Fair Trade Commission eingereicht, nachdem Seven-Eleven beschlossen hatte, einen Mitarbeiter, der Aufträge ohne Erlaubnis auffüllte, trotz einer internen Unternehmensregel, die Gehaltserhöhungen oder Beförderungen für Mitarbeiter verbietet, die sich an einem solchen Verhalten beteiligen, nicht zu rügen.

Mehrere Franchisenehmer gaben an, dass sie von Seven-Eleven-Mitarbeitern aufgefordert wurden, übermäßige Bestellungen aufzugeben.

Lebensmittel, die nicht verkauft werden, müssen vom Franchisenehmer auf eigene Kosten entsorgt werden. Ein Kostenfaktor, den viele Franchisenehmer mittlerweile kritisieren.

Auch die 24/7 Öffnungszeiten werden immer wieder kritisiert, da die Betreiber keine Arbeitskräfte finden. Als Reaktion auf die Kritik testet Seven-Eleven verkürzte Öffnungszeiten.

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