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HomeNachrichten aus JapanBezirksgericht in Tokyo fordert YouTube auf Text-Manga-Spoiler zu regulieren

Bezirksgericht in Tokyo fordert YouTube auf Text-Manga-Spoiler zu regulieren

Am Dienstag entschied das Bezirksgericht in Tokyo, dass YouTube die Benutzerinformationen für ein Konto auf der Webseite der Videoplattform offen legen muss.

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Das Konto verstößt nach Ansicht des Richters gegen das japanische Urhebergesetz, da es auf dem Konto nur die Dialogtexte aus dem Manga Yamikin Ushijima-kun veröffentlicht wurden, nicht aber die Zeichnungen selbst. Das Gericht entschied, dass aber auch dies nicht zulässig ist, Texte ohne Erlaubnis des Rechteinhabers zu teilen.

Der japanische Verlag Shogakukan reichte am 4. Oktober im Namen des Mangaka Klage ein. In der Klage forderte der Verlag die Kontoinformationen des betreffenden YouTube-Kontos. Was das Gericht aus stattgegeben hat, allerdings kann YouTube noch in Revision gehen.

Japans Content Overseas Distribution Association (CODA) hat der Regierung mitgeteilt, dass zwischen September 2017 und Februar 2018 den Urhebern in Japan durch illegale Angebote im Internet ein geschätzter Schaden von mehr als 400 Milliarden Yen zugefügt wurde.

Erst vor Kurzem debattierte die japanische Regierung lediglich darüber, derartige Webseiten aus dem Netz zu nehmen. Auch schenkte NHK der Thematik Aufmerksamkeit und sammelte einige Statements aus der japanischen Manga-Branche.

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