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Kritik an Haarschnittverbot

Bildungsausschuss von Tokyo sorgt mit Kommentar zu Haarschnitt für Verwirrung

In Japans Schulen herrschen größtenteils strenge Vorschriften was das Aussehen angeht. Einige der Reglungen können dabei regelrecht ins Absurde gehen. Der Leiter der Bildungsbehörde von Tokyo sorgte nun mit einer Aussage zu Haarschnitten für ziemliche Verwirrung.

Auslöser für die Verwirrung war Yuichi Ikegawa von der Kommunistischen Partei Japans (JCP). Er wollte bei der Stadtversammlung bereits am 12. März wissen, warum sogenannte Two Block Haarschnitte an einigen Schulen verboten sind. Es handelt sich dabei um eine Art Undercut, wo hinten und an den Seiten die Haare kurz rasiert werden, sodass die oberen Haare dann darauf liegen.

Verbot sendet eine falsche Botschaft

Eigentlich eine einfache Frage, mit der sich der Leiter des Bildungsausschusses, Yuji Fujita, schwer tat. Er behauptete nämlich, dass sie den Haarschnitt verbieten, da es Berichte von Unfällen oder Vorfälle und Verletzungen gab. Man will deswegen die Schüler schützen und hat den Haarschnitt verboten. Ein 74 Sekunden langes Video von dieser merkwürdigen Antwort wurde nun am 13. Juli auf den Twitter-Accounts veröffentlicht. Innerhalb von Tagen erreichte es 5,88 Millionen Aufrufe und mehr als 62.000 Retweets.

In dem Video ist neben der Reaktion von Fujita ebenfalls die Antwort von Ikegawa zu hören. Der schien genauso verwirrt zu sein von der Antwort wie zahlreiche Internetnutzer. Er erklärt, dass er die Erklärung nicht versteht und von ihr auch etwas überrascht sei. Weiter fragte er nach, ob es irgendwelche Daten gibt, die Zwischenfälle oder Unfälle belegen.

Mehr zum Thema:  Immer mehr Menschen kämpfen gegen unsinnige Schulregeln in Japan

Ikegawa kritisiert die Reglung, die nicht auf sozialen Normen und den Fortschritt der Gesellschaft beruht. Für ihn sei es deswegen nichts anderes als eine individuelle Schulregel. In den sozialen Medien wird die Meinung von Ikegawa geteilt. Es sei eine schlechte Botschaft, dass Schüler angeblich Vorfälle fürchten müssen, wenn sie so einen Haarschnitt haben. Tatsächlich ist der Haarschnitt zurzeit besonders bei jungen Männern sehr beliebt.

Der Irrsinn der Schulregeln

Einige Personen versuchen dabei die Reglung der Schule auszutricksen und fragen bei Frisören nach ähnlichen Haarschnitten, die nicht verboten sind. Es gab aber auch einige Stimmen, die das anders sahen und erklärten, dass so ein Haarschnitt für die Schule unangemessen sei. Ein Frisör gab an, dass sie vermutlich verboten sind, da für die Frisur die Haare gestylt werden müssen, was eh nicht erlaubt ist.

Die JCP selbst setzt sich gegen absurde Schulregeln  fürAusdrucksfreiheit ein. 2019 reichte die Partei an 186 Highschools fünf kombinierten Junior Highschools und Highschools einen Antrag zur Informationsfreiheit in Bezug auf die Schulregeln und interne Vorschriften. Zum 13. Juli wurden dann für jede Schule die Daten auf der Webseite der des JCP Ausschuss von Tokyo veröffentlicht.

Es fiel dabei auf, dass 83,1 Prozent Regeln bei den Frisuren hatten, wobei 15 von ihnen den Two-Block Haarschnitt verboten. Einige Schulen besaßen strenge Regeln zum Verhindern vom Haarefärben durch Chlorwasser in Pools oder andere Chemikalien. Zusätzlich verlangten ein paar Schulen eine Bestätigung der natürlichen Haarfarbe, wenn die Haare heller sind.

MS

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