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Bildungsministerium in Japan vereinfacht landesweite Datenbank über Lehrer, die sich an Kindern vergangen haben

Das Bildungsministerium in Japan hat beschlossen ihre Datenbank, die alle Lehrlizenzen auflistet, umzubauen. Diese Daten sollen landesweit von Schulen einfacher abgerufen werden können.

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Ab dem nächsten Geschäftsjahr wird diese Datenbank auch Einträge von Lehrern enthalten, die sich an Kindern vergangen haben und aus dem Dienst entlassen wurden.

Das Ministerium hat dafür 480 Millionen Yen für den Systemumbau eingeplant. Sinn hinter dieser Maßnahme ist es, dass entlassene oder suspendierte Lehrer daran gehindert werden in einer anderen Präfektur einen Arbeitsplatz zu finden, in dem sie in ihren Bewerbungen den Entzug der Lizenz nicht erwähnen.

Nach dem Gesetz verliert in Japan ein Lehrer seine Lizenz, wenn er aufgrund von disziplinarische Maßnahmen oder körperliche oder geistige Probleme entlassen oder zu einer Freiheitsstrafe verurteilt wird.

Aufzeichnungen darüber werden zwar durch offizielle Zeitschriften für Lehrer veröffentlicht und in der Datenbank eingetragen, allerdings ist das System so komplex, dass die Abfrage oft versagt. So können Schulen oft auch nicht prüfen, ob eine Lizenz gültig ist.

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Da durch haben es einige Lehrer geschafft, an einer anderen Schule wieder eingestellt zu werden.

Im August wurde ein Lehrer in der Präfektur Aichi entlassen, da er ein Mädchen sexuell belästigte. Er wurde allerdings bereits zuvor verhaftet, da herauskam, dass er an einen Kinderpornografiering beteiligt war. An der Schule war dieser Eintrag ins einer Akte nicht aufgefallen.

Neben dieser Maßnahme wird das Ministerium verstärkt Beamte einsetzten, die an den Schulen arbeiten und Problemlehrer identifizieren sollen.

Im Geschäftsjahr 2015, das im März 2016 endete, stieg die Zahl der sexuellen Übergriffe von Lehrer auf ein Rekordhoch. 224 Lehrer wurden in dieser Zeit ihre Lizenz entzogen.

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