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Der importierte Kaufrausch stößt in Japan auf Probleme

Black Friday setzt sich in Japan immer mehr durch

Der Black Friday, oder auch der Tag, an dem der Shopping-Wahn weltweit seinen Höhepunkt erreicht, setzt sich auch immer mehr in Japan durch.

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Gerade in den letzten Jahren hat sich die Rabattschlacht in Japan immer mehr ausgebreitet und hat bei den Kunden Akzeptanz gefunden. Mittlerweile macht fast jede große Handelskette im Land mit, allerdings ist die Rabattaktion noch nicht so weitverbreitet.

Black Friday – der importierte Kaufrausch

Der Black Friday kommt aus den USA und ist dort der umsatzstärkste Verkaufstag im amerikanischen Einzelhandel, der direkt nach Thanksgiving stattfindet.

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Beim diesjährigen Black Friday veranstaltete Aeon in rund 500 seiner Supermärkte Aktionen, Ito-Yokado hat gleich eine Rabattschlacht für zwei Wochen ausgerufen und natürlich machen auch die japanischen Zweigstellen von US-Handelsketten wie Toys R Us mit.

Die Rabattschlacht wurde als eine Art Test von einigen Unternehmen 2014 in Japan eingeführt. Mittlerweile führen immer mehr Unternehmen Rabatte an dem Tag ein.

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In diesem Jahr hat Amazon in Japan zum ersten Mal eine spezielle Landing-Page auf seiner Webseite eingerichtet, um auf die Rabatte hinzuweisen. Rakuten Ichiba verteilende fleißig Rabattpunkte.

Eine Umfrage von Toppan und One Compath zeigen, dass mittlerweile 75 Prozent der Japaner den Black Firday kennen, 30 Prozent mehr als 2017. Mehr als die Hälfte der Befragten hat in diesem Jahr einen Budgetrahmen von 5.000 Yen (ca. 38 Euro) bis 30.000 Yen (ca. 233 Euro).

Umfrage

Allerdings haben in diesem Jahr nur 15,5 Prozent der Befragten geplant, den Tag zum shoppen zu nutzen.

Zurückhaltung hat mehrere Gründe

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Die zurückhaltende Einstellung beruht zum Teil darauf, dass bisher noch eine überschaubare Zahl von Unternehmen an der Aktion teilnehmen. 30 Prozent der Befragten gaben daher auch an, dass sich mehr Einzelhändler beteiligen sollen.

Für große Unternehmen ist das auch kein Problem, aber gerade kleine Einzelhändler haben Schwierigkeiten den Druck des Black Friday standzuhalten. Nicht nur, weil Personal fehlt, sondern weil die Gewinnmargen oft sehr niedrig sind.

Allerdings gibt es auch ein gesellschaftliches Problem, das den Kaufrausch der Japaner mindert, die Winderboni. Die meisten japanischen Unternehmen zahlen diesen erst im Dezember aus, also wenn der Black Friday schon lange vorbei ist. Daher ist der November gewöhnlich auch eine Zeit, an denen sich die Verbraucher eher zurückhalten.

In Deutschland sieht es übrigens anders aus, eine Umfrage des IGH Köln zeigt, dass der Shopping-Day zusammen mit dem Cyber Monday eine hohe Akzeptanz genießt.

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