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Bohrer trifft versehentlich Zug im Tunnel in Nagasaki

Verletzte gab es durch den Bohrer glücklicherweise nicht

Geologen müssen für bestimmte Informationen manchmal ordentlich graben. Um es sich einfach zu machen, kommt dabei gerne ein Bohrer zum Einsatz. Allerdings sollten die Forscher vorher prüfen, wo genau sie bohren. Ein Team von Geologen traf nämlich kürzlich in Nagasaki einen Eisenbahntunnel und einen Zug.

Am Donnerstag fuhr der Kamome-Expresszug morgens wie gewöhnlich vom Nagasaki-Bahnhof los. Kurz darauf musste der sechs Wagen lange Zug einen Notfallhalt einlegen. Der Bohrer für eine geologische Bodenuntersuchung hat die Decke des Tunnels durchbrochen und die Bahn während der Fahrt erwischt. Genauer handelt es sich um den sechs Kilometer langen Tunnel zwischen der Urakami-Station und der Utsutsugawa-Station. Zu dem Kontakt kam es nach den ersten zwei Kilometern im Tunnel.

Vorfall verursachte massive Verspätungen und Ausfälle

Glücklicherweise nahm keiner der 158 Passagiere und Bahnangestellten Schaden. Für den Zug ging es mit ein paar Beschädigungen am Wagen relativ glimpflich aus. Die Japan Railway Construction, Transport and Technology Agency ist von dem guten Ausgang erleichtert. Es hätte nämlich durchaus zu einem schweren Unfall kommen können. Gleichzeitig entschuldigten sie sich wegen der Verspätung in der Region, die durch den Vorfall entstand.

33 Züge fielen aus und sechs hatten fünf Stunden und 40 Minuten Verspätung sowie 6.000 Fahrten mit geringen Verspätungen. Die Passagiere in dem beschädigten Zug selbst mussten eine Stunde und 50 Minuten warten. Der Zug fuhr am Ende doch bis nach Utsutsugawa, wo die Passagiere endlich aussteigen konnten.

Eine Untersuchung soll nun klären, wie es zu dem Vorfall kam. Laut Eisenbahnbaubehörde ist die Bohrung Teil des Dürre-Managements in Zusammenhang mit dem Tunnelbau auf der Kyushu-Shinkansen-Strecke. Warum das Bohrteam genau die Arbeiten durchführte, ist bis jetzt nicht bekannt.

Quelle: Kyodo

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