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HomeNachrichten aus JapanBombenentschärfungskommando in Shizuoka entschärft Koffer mit Spielzeug für Erwachsene

Der verlassene Aktenkoffer löste einen Großeinsatz der Polizei aus

Bombenentschärfungskommando in Shizuoka entschärft Koffer mit Spielzeug für Erwachsene

In den frühen Morgenstunden am Mittwoch erhielt die Polizei der Präfektur Shizuoka einen Anruf von einem Anwohner der Stadt Kakegawa. Dieser hatte einen silbernen Aktenkoffer am Straßenrand im Stadtteil Shimomata stehen sehen. Ein Eigentümer war nirgends zu finden.

Polizei Shizuoka muss sich erklären

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Ein verlassener Aktenkoffer ist schon seltsam genug, der in Kakegawa war außerdem teilweise vom Gebüsch am Straßenrand verdeckt. Deswegen dachte der Anrufer, dass ihn dort jemand verstecken wollte. Unbeaufsichtigte oder versteckte Gepäckstück oder Pakete sorgen bei der Polizei immer für Argwohn, weswegen die Beamten des Bombenentschärfungskommandos hinzugezogen wurden. Der Verkehr wurde in einem Umkreis von 300 Meter rund um den Fundort umgeleitet. Ein Expertenteam begann vor Ort den verdächtigen Koffer genauer zu untersuchen, um zu entscheiden, ob er gefährlich ist und gegebenenfalls entschärft werden muss.

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Nach eingehender Prüfung beschlossen die Experten, den Koffer zu öffnen, wobei sie feststellten, dass keine weitere Ausrüstung benötigt wird. Anstatt Equipment zur Bombenentschärfung brauchten die Beamten eher Desinfektionstücher und Handschuhe, denn im Koffer befand sich keine Bombe, sondern jede Menge Spielzeug für Erwachsene. Die Untersuchung sorgte dafür, dass der Verkehr rund um den Fundort über drei Stunden lahmgelegt wurde. Verletzte gab es nicht zu beklagen, abgesehen von ein paar Lachfalten mehr in den Gesichtern des Entschärfungsteams.

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Müllentsorgung mal anders

Die Geschichte verbreitete sich durch die sozialen Netzwerke wie ein Lauffeuer und sorgte auch dort für jede Menge Lacher. Einige waren dafür, dass der Inhalt definitiv entschärft gehört, viel mehr plädieren aber dafür, dass der Eigentümer des Koffers gefunden wird, um ihn für den eigentlich unnötigen Polizeieinsatz aufkommen zu lassen. Einige sehen die Situation mit Humor. Warum sich die Polizei für einen solchen Großeinsatz entschied, hat sie bisher noch nicht weiter erläutert.

In Japan ist der Müll mittlerweile gründlich klassifiziert in Sorten wie Plastik, Metall, Papier und Stoffe, die getrennt voneinander entsorgt werden müssen. Die Müllabfuhr hat feste Zeiten, zu denen bestimmte Abfallstoffe abgeholt werden. Außerdem sind die meisten Müllsäcke in Japan durchsichtig, deswegen sich die Menschen gut überlegen, was sie in den Müll an den Straßenrand stellen. Deswegen vermuten einige Kommentatoren in den sozialen Netzwerken, dass jemand so versuchte, seine alten Spielzeuge loszuwerden.

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