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Tempel und Schreine überlegen, wie sie sich besser schützen können

Brand der Shuri Burg alarmiert historische Stätten in ganz Japan

Am Donnerstag ging die Haupthalle der berühmten Shuri Burg in Okinawa in Flammen auf. Obwohl die Feuerwehr ihr Bestes tat, brannte das Holzgebäude komplett nieder. Die Zerstörung des UNESCO-Weltkulturerbes trifft dabei nicht nur die Präfektur, sondern ebenfalls Menschen auf der ganzen Welt. Gleichzeitig alarmiert das tragische Ereignis andere historische Orte in ganz Japan.

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Am Freitag kam es so zu einem Dringlichkeitstreffen auf der Burg Nijo in Kyoto. Vertreter von Schreinen und Tempeln tauschten sich über den Brand aus und wie sie ihre eigenen Bauwerke besser schützen können. Ein Beamter vom Toji-Tempel in Kyoto erklärte, dass die Nutzung von Brandschutzausrüstung bei Nacht ein großes Problem ist. Abends ist meistens niemand vor Ort, der kleinere Feuer schnell löschen könnte.

Vorsicht beim Umgang mit Feuer

Aus diesem Grund schlug ein Vertreter vom Kamigamo-Schrein, der ebenfalls in Kyoto liegt, vor, dass die Anwohner und Besucher zusammen arbeiten sollten, um die Bauwerke zu kontrollieren. Eine lokale Feuerwehr gab hingegen an, dass es wichtiger sei, einen Brand vorab schon zu verhindern. Häufig bricht das Feuer nämlich in Bereichen aus, die unter Bauarbeiten stehen.

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Laut einem Beamten bereitete die Feuerwehr bereits Durchführungen von Notfallkontrollen bei den Brandschutzausrüstungen vor. Sollte ihnen etwas auffallen, wollen sie gleich Hinweise zu verbesserten Maßnahmen geben. Allgemein sollten die Menschen bei den alten Gebäuden vorsichtig sein. Feuer und Elektrizität seien gefährlich, wie Nobuyuki Kitamura von der Nijo-Burg erklärte. Der Rinnoji-Tempel in Nikko weist bereits die Mitarbeiter an, sehr vorsichtig mit Feuer zu sein. Vor allem, weil nun viele Touristen zur Herbstlaubsaison kommen und sie teilweise auf offenem Feuer kochen, wollen sie stark aufpassen.

Bemühungen sollen verdoppelt werden

Die Präfektur Iwate fordert, die Bemühungen zum Brandschutz am Chusonji-Tempel in Hiraizumi, einem Teil eines Weltkulturerbes, zu verdoppeln. Die Kulturbehörde schaltete sich hingegen schon April ein, als es zu dem Brand der Notre-Dame in Paris kam. Sie stellte dabei fest, dass viele Tempel schon lange Brandschutzmaßnahmen besitzen.

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Aktuell hoffen die meisten jedoch trotzdem, dass die Brandursache an der Shuri Burg schnell gefunden wird, damit sie wissen, wie sie weiter vorgehen sollen. Viele von ihnen sprachen den Menschen in Okinawa ihr Mitgefühl für den Verlust aus. Es wurde bereits bestätigt, dass die UNESCO das Gebäude wieder aufbauen will, was vermutlich nur ein kleiner Trost für die Menschen ist.

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