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Kritik von Abgeordnetem

Bürgermeister in Japan baut Dusche für 3,6 Millionen Yen in sein Büro

Manche Dinge werden in Büros benötigt, etwa ein Schreibtisch, Computer und Telefon. Auch Toiletten sind notwendig, aber braucht es auch mehrere Sanitäranlagen?

Ein Fall in Ichikawa sorgt für Aufregung. Denn der Bürgermeister hat eine Dusche für rund 3,6 Millionen Yen (etwa 30.000 Euro) in seinem Büro installieren lassen. Daher wird er nun von einem Mitglied der Stadtverordnetenversammlung kritisiert.

Dusche für den Notfall

Die Dusche wurde im Oktober 2020 im neuen Rathaus von Ichikawa installiert. Das Rathaus wurde im August desselben Jahres teilweise eröffnet. Thematisiert wurde die Dusche bei einer regulären Sitzung der Stadtversammlung von Ichikawa am 26. Februar.

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Als Rechtfertigung für den Bau der Dusche erklärte der Bürgermeister Hirotami Murakoshi, dass die Dusche bei Katastrophen genutzt werden würde, wenn er lange Zeit bei der Arbeit verbringen müsste. „Ich bin sicher, dass wir das Verständnis vieler Einwohner der Stadt gewinnen können“, erklärte er.

Mehrere Duschen im Gebäude

Nach Angaben der Stadtverwaltung wurde in der Ecke des Waschraums, der mit dem Büro des Bürgermeisters im vierten Stock des Gebäudes verbunden ist, eine gläserne Duschkabine eingebaut. Es wird berichtet, dass der Waschraum, in dem sich die Dusche befindet, nur über das Büro des Bürgermeisters betreten werden kann, während die Angestellten des öffentlichen Dienstes sie ebenfalls nutzen können.

In den ursprünglichen Plänen des neuen Regierungsgebäudes waren Einrichtungen für die Mitarbeiter vorgesehen, in denen sie bei Katastrophen übernachten und ihre Aufgaben wahrnehmen konnten. Im fünften Stock wurden drei Duschen eingerichtet. Nach der Fertigstellung des Gebäudes wurde Berichten zufolge entschieden, dass aus Sicht des Krisenmanagements eine weitere Dusche für das Büro des Bürgermeisters notwendig sei.

Kritik am Einbau

Bei der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 26. Februar erkundigte sich der unabhängige Abgeordnete Masafumi Koshikawa nach der Entscheidung. Er bemängelte, dass die Kosten für die neue Dusche aus überschüssigen Mitteln stammen, die beim Bau des neuen Gebäudes nicht verwendet wurden und dass die Dusche erst nach der Besichtigung des Gebäudes für die Stadtverordnetenversammlung, die Medien und andere installiert wurde. Er sagte auch: „Ich kann nicht akzeptieren, dass dies im Geheimen installiert wurde.“

Bürgermeister Murakoshi gab unter anderem folgende Antworten: „Es war kurz nach der Eröffnung des Gebäudes und es ist absolut richtig, Funktionen hinzuzufügen, damit wir gute Arbeit leisten können, die jedem, der in dieser Stadt lebt, Glück bringt.“ Es ist nicht der erste Politiker, der für den Einbau besonderer Elemente in sein Büro in die Kritik gerät. Besondere Aufmerksamkeit erregte ein Fall mit einer Sauna.

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