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Der Kimono gehört allen

Bürgermeister von Kyoto schreibt Kim Kardashian Brief zum Kimono-Skandal

Vor wenigen Tagen kündigte der Reality-Star Kim Kardashian ein neues Label an. Unter Kimono Intimates stellte sie Shapewear für Frauen vor, die für jeden Typ geeignet ist. Während das eigentlich eine ganz nette Idee ist, sorgte der eingetragene Markenname ordentlich für Kritik. Vor allem in Japan waren viele gegen die Aneignung des Namens Kimono für Unterwäsche. Nun meldete sich sogar der Bürgermeister von Kyoto zu Wort und schrieb an Kardashian einen Brief.

Daisaku Kadokawa ist als Bürgermeister von Kyoto gut mit der Kultur Japans vertraut, da in der Stadt deutlich Tradition und Moderne aufeinandertreffen. In dem historischen Viertel sind regelmäßig Geishas oder Maikos mit Kimonos zu sehen, die zu ihrem Leidwesen mittlerweile eine Touristenattraktion sind. Das hält Kadokawa trotzdem nicht davon ab, Kim Kardashian zu erklären, was eigentlich ein Kimono ist.

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In einem offenen Brief, den er unter anderem auf Facebook veröffentlichte, bittet er sie, den Namen ihrer Marke noch mal zu überdenken. Er erklärt ihr, dass der Kimono ein ethnisches, traditionelles Kleidungsstück in der Geschichte Japans ist, um das sich Vorfahren unendlich bemühten und studierten. Die Tradition geben sie alle als Form der Kultur weiter und pflegen sie in ihrem Leben. Weiter schreibt Kadokawa, dass Kimonos die Früchte der Handwerkskunst sind und ein wahres Symbol der Schönheit, des Geistes und der Werte der Japaner.

Kimono soll für alle ein gemeinsames Kapitel sein

Kadokawa betont dabei, dass der Kimono nicht nur für Japaner ist. Viele ausländische Touristen liefen ebenfalls in dem traditionellen Kleidungsstück in den letzten Jahren durch Kyoto und andere Städte. Das zeige, dass Japan stolz auf seine Kultur ist und die Menschen sie auf der ganzen Welt lieben.

Anschließend wird es ernst und Kadokawa weist Kardashian darauf hin, dass Japan eigentlich plant, den Kimono als immaterielles Kulturerbe der UNESCO einzutragen. Kimono soll ein Name sein, der ein gemeinsames Kapitel für alle Menschen ist, die das Kleidungsstück und Japans Kultur lieben. Deswegen will er nicht, dass er durch Kardashian monopolisiert wird.

Menschen sind dem Bürgermeister dankbar

Am Ende des Briefes lädt Kadokawa Kardashian sogar nach Kyoto ein, wo viele japanische Kulturen inklusive Kimono geschätzt sind. Sie soll so die Essenz der Kimono-Kultur selbst erfahren und die Gedanken sowie die starken Wünsche der Japaner verstehen.

Online dankten viele Menschen dem Bürgermeister für seine ehrlichen und direkten Worte. Sie hoffen nun, dass Kim Kardashian den Brief sich zu Herzen nimmt und endlich versteht, wieso so viele Menschen wütend auf sie sind. Die meisten von ihnen stehen definitiv auf der Seite von Kadokawa und seinem Wunsch, dass Kimonos weiter etwas Freies für jedermann bleiben.

Wer sich ebenfalls gegen Kim Kardashihan aussprechen will, der findet bei Change.org eine Petition.

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Quelle: Facebook/@kadokawadaisaku

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