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Werte stellen keine Gefahr dar

Cäsium aus Fukushima kommt schneller als erwartet an die japanischen Küsten zurück

Laut einer Forschungsgruppe kehrt radioaktives Cäsium, das aufgrund der Kernschmelze im März 2011 im Kernkraftwerk Fukushima Daiichi in den Pazifischen Ozean freigesetzt wurde, schneller als erwartet an die japanischen Küsten zurück.

Zu diesem Ergebnis ist ein Team der University of Tsukuba, der japanischen Agentur für marine Geowissenschaften und -technologie (JAMSTEC) und der Kanazawa University gekommen.

Cäsiumwerte keine Gefahr für Menschen

Bisher wurde angenommen, dass das Cäsium aus dem von Tokyo Electric Power Co. betriebenen Reaktor mehrere Jahrzehnte lang durch subtropische Nordpazifikwirbel zirkulieren würde, bevor es wieder in japanische Gewässer zurückkehrt. Aber im Jahr 2012, einem Jahr nach der Kernschmelze, zeigten Tests an Meereswasserproben, die von dem Team gesammelt wurden, erhöhte Cäsiumkonzentrationen in den Gewässern des Ostchinesischen Meeres vor Japan.

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Die Forscher sagen allerdings, dass die beobachteten Konzentrationen zu niedrig sind, um das Leben im Meer zu beeinträchtigen.

2014 stiegt der Wert allerdings an und ein Jahr später wurden auch im japanischen Meer hohe Konzentrationen gemeldet. Das Team geht davon aus, dass das Cäsium nun wieder in den Pazifik fließt.

Die Forscher gehen davon aus, dass das Meerwasser tief ins Meer gesunken ist, nachdem seine Dichte aufgrund der Abkühlung durch Winterwinde zugenommen hatte und das Cäsium auf einer westlich fließenden Unterwasserroute wandert.

Prognosen werden genauer

Michio Aoyama, Gastprofessor an der Universität von Tsukuba, sagte: „Dass das Cäsium in so kurzer Zeit wiederkommen würde, war unerwartet. Wir haben einen bisher unbekannten Weg gefunden.“

Der leitende JAMSTEC-Wissenschaftler Yuichiro Kumamoto sagte zu den potenziellen Vorteilen des Projekts: „Da die Ozeanzirkulation visualisiert wurde, könnten die Ergebnisse in Zukunft für Vorhersagen zu Themen wie dem Klimawandel verwendet werden.“

Quelle: MA

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