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Flüchtiger ehemaliger Nissan Chef will keine Namen nennen

Carlos Ghosn unterstützt weiterhin Helfer seiner Flucht

Noch immer wirft die Flucht des ehemaligen Nissian Motor Co. Chef Carlos Ghosn Fragen auf. Ende letzten Jahres gelang es ihm aus Japan in den Libanon zu reisen, um einem Gerichtsverfahren wegen Betrug, Hinterziehung und Unterschlagung zu entkommen. In einem Interview gab der Flüchtige nun an, dass er weiter die Helfer seiner Flucht unterstützt.

Am Samstag veröffentlichte der panarabische Fernsehsender Al-Arabiya das Interview mit Ghosn. Wirklich gesprächig war er jedoch nicht. Zu dem Vorwurf der US-Staatsanwaltschaft, dass er Männern, die in Verbindung mit seiner Flucht aus Japan stehen, um die 758.000 Euro gezahlt hat, sagte er nichts. Das Geld soll an eine Firma geflossen sein, mit der die Personen verbunden sind.

Ghosn plante angeblich alles allein

Die Männer im Alter von 59 und 27 Jahren sollen nach bisherigen Ermittlungen explizit geholfen haben, Ghosn in einer Kiste aus Japan zu schmuggeln. Einer der Männer wurde bereits in den USA festgenommen. Auch wenn die Namen der Verdächtigen bekannt sind, wollte Ghosn in der Sendung nicht darüber sprechen.

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Nach eigenen Angaben habe er sich bei seiner Ankunft im Libanon geschworen, dass er nicht über seine Flucht reden wird. Er begründet es damit, dass jede Aussage die Menschen gefährdet, die ihm zur Flucht verhalfen. Ghosn versucht sie deswegen so gut es geht zu unterstützen. Allgemein helfe er wohl jedem, der an seiner Seite stand. Er meine das dabei finanziell und auch in jedem anderen Sinn.

Ghosn ließ sich dazu hinreißen eine Art Schuldgeständnis zu machen. Er habe den Plan zur Flucht allein ausgearbeitet. Benötigt wurden von den anderen Personen nur Informationen und Unterstützung. Auf keinen Fall will er sie durch die Nennung ihrer Namen in die Geschichte hereinziehen. Er betont dazu, dass der Libanon die einzige Seite sei, die wirklich bei ihm stand.

Türkei ermittelt ebenfalls

Tatsächlich versucht Japan den Libanon zu einer Auslieferung zu überreden. Das Land weigert sich jedoch und will erst über eine Übergabe nachdenken, wenn sie die offizielle Fallakte haben. Bis jetzt haben sie diese nicht bekommen. Aber nicht nur die USA und Japan wollen wissen, wer hinter der Flucht steckt. Auch die Türkei führt Ermittlungen durch und hatte kürzlich mehrere Personen festgenommen, da sie als Piloten und Flugbegleiter an der Flucht beteiligt gewesen seien. Auch ein Flugbeamter soll verwickelt sein.

Ghosn wurde November 2018 wegen zahlreicher Vorwürfe festgenommen. Einige Monate später erlaubt die japanische Staatanwaltschaft ihm, sich auf Kaution in Japan zu bewegen. Es kam später zu einer erneuten Festnahme und erneuten Freilassung auf Kaution. Ghosn nutze das zweite Mal jedoch und verschwand Dezember 2019 aus Japan und floh über die Türkei in den Libanon.

MS

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