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Probleme beim Kurznachrichtendienst

Chaos bei Twitter trifft auch japanische Tochtergesellschaft

Nachdem der US-Milliardär Elon Musk Twitter gekauft hat, entließ er die ca. Hälfte der Belegschaft und sorgt für einiges Chaos, was nun auch die japanische Tochterfirma erreicht hat.

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In Japan ist die Sorge groß, dass eine große Anzahl der Belegschaft der japanischen Tochterfirma entlassen wird, einschließlich Beschäftigte der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit.

Kündigungswelle bei Twitter

Auch in Japan wird das Chaos bei Twitter durch den Kauf von Musk immer größer und die Auswirkungen sind bereits spürbar.

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Laut US-Medien wurden etwa 3.700 Mitarbeiter, als fast die Hälfte der Belegschaft, per E-Mail gekündigt. Den Berichten zufolge hatten die Mitarbeiter plötzlich keinen Zugriff mehr auf die internen Systeme des Unternehmens. Kurze Zeit später soll das Unternehmen einige der gekündigten Mitarbeiter allerdings gebeten haben, ihre Arbeit wieder aufzunehmen, da die Kündigung versehentlich erfolgt sei.

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Das Ausmaß der Entlassungen bei Twitter in Japan ist nicht bekannt, aber es scheint, als sei die gesamte Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit betroffen.

Der japanische Arbeitnehmerschutz erlaubt es allerdings nicht, dass ein Unternehmen Mitarbeiter ohne triftigen Grund entlässt. Ein Eigentümerwechsel oder schlecht laufende Geschäfte sind kein legitimer Grund.

Die Entlassungswelle macht sich insbesondere im Betrieb von Twitter in Japan bemerkbar. Immer mehr Nutzer beschweren sich darüber, dass sie aktuelle News in ihrer Timeline nur noch verzögert sehen.

In Japan ist der Kurznachrichtendienst extrem beliebt, die Anzahl der Nutzer ist die zweitgrößte weltweit. Japan ist zudem auch führend dabei, Inhalte auf der Plattform löschen zu lassen. Sollte sich das Chaos weiter ausbreiten, wonach es aussieht, läuft das Unternehmen Gefahr, seine Vormachtstellung in Japan zu verlieren.

Und alle Anzeichen stehen auf noch mehr Chaos, denn es scheint, als wisse Musk nicht, was er mit der Plattform eigentlich machen will.

Account-Verifikation kaufen

Zuerst führte er eine Änderung des „blauen Hakens“ über den kostenpflichtigen Service „Twitter-Blue“ ein, was dazu führte, dass schnell Accounts aufgetaucht sind, die mit dem Haken verifiziert waren, bei denen es sich allerdings um Fake-Accounts handelte. So wurde zum Beispiel auch Jesus verifiziert.

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Für offizielle Accounts wurde eine weitere Bestätigung eingeführt, die nur wenige Stunden wieder verschwand, dann wieder da war und mittlerweile ist auch die Verifizierung über „Twitter-Blue“ ausgesetzt.

Plattform könnte zusammenbrechen

Es ist auch nicht ausgeschlossen, dass der Kurznachrichtendienst zusammenbrechen wird, wie ein Twitter-Insider bei Heise.de berichtet.

Mittlerweile laufen der Plattform auch die Werbekunden davon, die wichtigste Einnahmequelle des Unternehmens, was dazu führte, dass Musk die Mitarbeiter davor gewarnt hat, dass das Unternehmen pleite gehen könnte. Allerdings sieht der US-Milliardär die Fehler nicht bei sich, sondern schiebt es auf andere Faktoren, wie er kürzlich twitterte.

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Zudem hat Musk einige Änderungen für die verbliebenden Mitarbeiter eingeführt, zum Beispiel hat er die 80-Stundenwoche eingeführt, den Resturlaub für dieses Jahr gestrichen und Homeoffice verboten, womit er die eigentlich gute Arbeitskultur beim Unternehmen zerstört hat.

Hat sich Musk übernommen?

Die Änderungen führen dazu, dass von den noch verbliebenen Mitarbeitern immer mehr kündigen. Vergangene Woche haben fünf Top-Manager ihren Job hingeschmissen.

Musk ist zwar Multimilliardär, muss allerdings liefern, da er den Kauf des Unternehmens teilweise über Kredite in Höhe von fast 13 Milliarden Dollar finanziert hat. Diese Kredite konnten bisher von den Banken nicht an Investoren weitergegeben werden und die jährlichen Zinskosten könnten so auf 1,2 Milliarden Dollar klettern.

Zudem droht auch noch ein Konflikt mit der US-Wettbewerbsaufsicht FTC.

Als Resultat des Chaos erlebt die Plattform Mastodon gerade einen Zuwachs an User. Mastodon ist Twitter sehr ähnlich, ist aber ein dezentrales Netzwerk.

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