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Pendler werden vorm Bahnhof angefeuert

Cheerleader machen in Tokyo den Menschen vor dem Ausnahmezustand Mut

In Japan, besonders Tokyo, hat sich die Lage in den letzten Tagen massiv verschlechtert. Wie befürchtet wurde deswegen gestern der Ausnahmezustand ausgerufen. Eine Gruppe von Cheerleadern versuchte nun trotzdem für etwas gute Laune zu sorgen und die Menschen aufzuheitern.

Die ungewöhnliche Aktion fand vor der Shimbashi Station im Minato Bezirk von Tokyo am Donnerstagmorgen statt. Vier Cheerleader feuerten mit lauten Rufen und Tanzeinlagen mit goldenen Pompons die Pendler an. Selbstverständlich wurden dabei auch Gesichtsschilder getragen, um sich vor Covid-19 zu schützen.

Ein strahlendes Lächeln als kleine Aufheiterung

Wie die Leiterin des Teams, Kumi Asazuma, erklärte, muntern sie schon seit zehn Jahren die Pendler am Morgen auf. Donnerstags sind sie immer in Tokyo und freitags in der Präfektur Kanagawa zu sehen. Alle Mitglieder machen die Aktion als eine Art Hobby, da sie alle andere Jobs haben und eigentlich den Pendler am Ende der Woche noch mal Kraft geben wollen.

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In den letzten Monaten hat sich ihre Aufgabe in Zeiten der Pandemie jedoch geändert. Gerade jetzt, wo sich die Ausbreitung des Virus einfach nicht eindämmen lässt und viele ihren Job verloren haben, sei es eine Zeit, in der Menschen sehr leiden, so Asazuma. Sie wollen deswegen lächeln, um die Menschen aufzumuntern und sie hoffen, dass sie sich wenigstens ein bisschen besser fühlen.

Die Aktion kam nur einen Tag vor dem Inkrafttreten des neuen Ausnahmezustandes, der einen Monat gehen soll. Bewohner sind deswegen bedrückt und machen sich Sorgen, was passiert, wenn er nicht hilft. Schon beim ersten Ausnahmezustand wurde versucht, den Menschen etwas Mut zu machen.

Cheerleader wollen online weitermachen

Viele freuten sich deswegen über die kleine Ablenkung am Bahnhof. Mehrere Personen machten Aufnahmen oder genossen so die Vorstellung. Eine 48 Jahre alte Büroangestellte gab an, dass es wunderbar sei, dass sie so was in der aktuellen Zeit machen. Sie selbst muss ab nächster Woche von zu Hause arbeiten. Auch wenn das für sie hart sei, haben die Cheerleader sie motiviert.

Für die Gruppe selbst hat der Ausnahmezustand auch Konsequenzen. Sie werden vorerst nicht mehr auftreten und ihre Arbeit nach Hause verlegen. Wie Asazuma angab, wollen sie online auftreten und auf sozialen Medien Videos veröffentlichen, um die Menschen auch weiterhin zu motivieren.

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