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Kommentar sorgte für internationale Empörung

Chef des Olympischen Komitees in Tokyo entschuldigt sich für sexistischen Kommentar

Am Mittwoch sorgte der Präsident des Organisationskomitees der Olympischen Spiele in Tokyo, Yoshiro Mori, mit einem Kommentar zu Frauen für große Empörung. Der Vorsitzende entschuldigte sich nun für seine Aussage.

Am Mittwoch hatte Mori bei einem öffentlichen Treffen der JOC auf die Frage, warum im Komitee so wenig Frauen sein, damit geantwortet, dass sie dazu neigen Treffen in die Länge zu ziehen. Er begründet es damit, dass Frauen angeblich ein starkes Gefühl der Rivalität haben. Wenn deswegen eine etwas sagen würde, dann würden alle anderen Frauen auch etwas sagen wollen.

Kommentar spiegelt nicht den Geist der Olympischen Spiele wider

Der Kommentar schlug nicht nur in Japan hohe Wellen. Auch international sorgte er für große Empörung, vor allem weil Japan die Olympischen Spiele unter dem Motto der Vielfalt bewirbt. Das JOC selbst hatte bei dem Treffen davon gesprochen, dass sie im Vorstand die Zahl der Frauen von 20 Prozent auf 40 Prozent erhöhen wollen.

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Der Kabinettsminister Katsunobu Kato gab an, dass er zwar von dem Kommentar nichts wusste, er ihn aber verurteilt. Die Regierung sei bemüht Geschlechtergleichheit zu fördern und sie wollen auch weiterhin Frauen in Führungspositionen in Sportorganisationen unterstützen.

Auch die Gouverneurin von Toyko, Yuriko Koike, äußerte sich zu dem Vorfall. Für sie sei es selbstverständlich, dass Frauen an Entscheidungsfindungen teilhaben sollen. Dass Personen zu viel Reden würden, sei dazu keine Frage des Geschlechts, sondern eher des Menschen selbst.

Mori sieht seinen Fehler ein

Am Donnerstag entschuldigte sich Mori offiziell für die Aussage. Die Ausdrücke, die er verwendet habe, würden laut ihm dem Geist der Paralympischen und Olympischen Spiele widersprechen. Mori sagt weiter, dass es deswegen ein unangemessener Kommentar war und er möchte ihn zurückziehen. Gleichzeitig entschuldigte er sich bei allen, die er damit verletzt hat. Zurücktreten will Mori allerdings nicht.

Zuvor hatte er noch im Gespräch mit Kyodo News gesagt, dass er sich der öffentlichen Empörung bewusst ist. Er würde deswegen zurücktreten, wenn der Vorfall oder andere damit verbundene Probleme einen negativen Einfluss auf die Olympischen Spielen haben.

Der Vorfall kommt für Mori zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Die Paralympischen und Olympischen Spiele sind aufgrund der anhaltenden Pandemie immer mehr gefährdet und mittlerweile will die Mehrheit der Japaner sie nicht mehr dieses Jahr stattfinden lassen. Da Japan jedoch weiter an den Spielen festhält, wird nun geprüft, ob sie ohne Zuschauer stattfinden können.

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