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Chiba testet intelligente Fallen, um Wildschweine einzudämmen

Obwohl es aktuell in Japan das Jahr des Schweines ist, kämpfen viele Regionen mit der Population an Wildschweinen. Nicht nur, dass sie vermutlich die Überträger der Schweinepest in Japan sind, sie sorgen ebenfalls für Ernteschäden. Kisarazu in der Präfektur Chiba testet nun intelligente Fallen, um dem Problem Herr zu werden.

In Zusammenarbeit mit der Stadt, Nippon Telegraph und Telephone East Corp. entstand das Fangsystem. Ebenfalls halfen ein lokaler Jagdverband, Landwirte und ein Wildverarbeitungsunternehmen bei der Entwicklung. Kernstück der neuen Käfige ist eine besondere Futtermaschine, die Yuta Mochizuki vom National Institute of Technology des Kisarazu College entwickelte.

Das regelmäßige Füttern erhöht deutlich die Fangwahrscheinlichkeit. Die Käfige selbst sind 1,5 Meter lang, einen Meter breit und 0,8 Meter hoch. Sie besitzen ein System, das Informationen zu den überwachten Schweinen vom Käfig aus an Smartphones sendet. Dank der Kameras mit Infrarotsensoren müssen die Nutzer der Falle sie nicht regelmäßig kontrollieren, sondern können einfach auf ihr Smartphone schauen.

Zahl der gefangenen Tiere erreicht neues Hoch

Zusätzlich lassen sich die Daten für ein geografisches Informationssystem nutzen, mit dem sich die Fallen noch effizienter aufstellen lassen. Die gefangenen Tiere will die Präfektur anschließend zu Wild verarbeiten und verkaufen.

Aktuell sind zwei Käfige in der Stadt aufgestellt. Eine steht in der Nähe einer Bio-Reis-Farm, die Akihiro Yamano gehört. Er verlor letztes Jahr aufgrund der Tiere viel von seiner Ernte. Mit dem Käfig hofft er verhindern zu können, dass die Tiere die Felder zerstören. Er ist damit in der Region nicht der Einzige.

Wildschweine sind für 60 Prozent der Ernteschäden in der Stadt verantwortlich. Der Schaden für die Landwirte beträgt dabei vermutlich um die 175.300 Euro. Das ist das 2,5-Fache von dem vor fünf Jahren. Mit der steigenden Zahl an Schäden stieg gleichzeitig die Zahl des gefangenen Tiers. Während es im Geschäftsjahr 2017 noch 387 Wildschweine waren, lag die Zahl diesen Februar schon bei 937. Wie viele Tiere es aktuell allgemein in der Gemeinde gibt, lässt sich nicht genau sagen.

Quelle: Mainichi Shimbun

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