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Chiba zieht sein Angebot für Casino Resort zurück

Wiederaufbau nach Naturkatastrophen hat vorerst Priorität für Chiba

Japan will in der Zukunft noch mehr Touristen anlocken. Dafür wollen sie unter anderem drei große Resorts bauen, die Casinos enthalten. Während die rechtliche Lage zum Glücksspiel schon geregelt ist, steht noch nicht fest, wo die Casino Resorts entstehen sollen. Mehrere Präfekturen und Städte bekundeten jedoch bereits Interesse. Hokkaido zog sein Angebot jedoch letztes Jahr schon zurück, nun folgt Chiba.

Am Dienstag gab die Stadt Chiba bekannt, dass sie nicht länger planen ein Casino Resort zu errichten. Als Grund dafür nannten sie den aktuellen Wiederaufbau, mit dem sie nach den Naturkatastrophen im letzten Jahr beschäftigt sind. Der Wiederaufbau hat laut dem Bürgermeister Toshihito Kumagai höchste Priorität.

Andere Städte bleiben bei ihren Plänen

Deswegen hat Chiba aktuell kein Interesse mehr, da ein Resort Energie verbraucht, die sie im Moment an einer anderen Stelle benötigen. Kumagai betont dabei, dass ihre Entscheidung nichts mit dem Bestechungsskandal zu tun hat, der zurzeit untersucht wird. Japanische Abgeordnete ließen sich wohl von dem chinesischen Unternehmen 500.com Ltd bestechen, um sich für die Resorts einzusetzen und das Unternehmen für einen Standort in Hokkaido zu vermitteln.

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Obwohl die Staatsanwaltschaft noch ermittelt, rief die Regierung am Dienstag ein Gremium ins Leben. Es soll sich um die Überwachung und Regulierung der Casinos nach der Eröffnung kümmern. Ebenfalls lassen sich die anderen Regionen noch von ihren Plänen abbringen. Yokohama arbeitet weiter an ihrem Angebot, da alles planmäßig vorankommt.

Der Bürgermeister von Osaka, Ichiro Matsui, bestätigte ebenfalls, dass sie weiterhin auf eins der drei Resorts hoffen. Er glaubt dabei daran, dass die Casinos dabei helfen Japan zu einem tourismusorientierten Land zu machen und das die Regulierungen fragwürdige Betreiber vertreiben würde. Die geplante Eröffnung für alle drei Anlagen soll dabei laut Regierung nicht später als Ende des Geschäftsjahres 2026 sein.

Tokyo scheint hingegen wohl noch etwas unsicher zu sein. Bis jetzt wurde nicht angekündigt, ob die Metropole an der Ausschreibung der Regierung teilnimmt. Gouverneurin Yuriko Koike gab gegenüber Reportern nur an, dass sich die Meinung der Stadtregierung nicht geändert habe.

JP

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