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HomeNachrichten aus JapanChinesische Restaurants in Yokohama müssen sich mit Rassismus auseinandersetzen

Chinesen sollen Japan verlassen

Chinesische Restaurants in Yokohama müssen sich mit Rassismus auseinandersetzen

Chinesische Restaurants in Yokohama bekommen immer öfters Rassismus zu spüren, da sie in der letzten Zeit Briefe bekommen, in denen Chinesen als „Keime“ bezeichnet werden und aufgefordert werden, Japan zu verlassen.

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Die anonymen Briefe trugen Briefmarken und Poststempel aus Gebieten in Tokyo, wie zum Beispiel Ueno und Shinagawa.

Rassistische Briefe schüren Angst

In jedem Brief stand in Rot geschrieben: „Chinesen sind Müll! Keime! Teufel, Ärgernis! Verschwindet jetzt aus Japan!“

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Die Briefe verstärken die Angst der Chinesen in der Region, deren Unternehmen seit dem Ausbruch des Coronavirus in Japan einen deutlichen Rückgang an Gästen zu verzeichnen haben, so die Entwicklungsgenossenschaft Yokohama Chinatown.

Unternehmer in Chinatown erhalten häufig belästigende Anrufe und Briefe, wenn soziale Probleme im Zusammenhang mit China auftreten, so der Verband mit etwa 400 Mitgliedern. In Yokohamas Chinatown ist bisher kein Fall einer Infizierung mit dem Coronavirus COVID-19 gemeldet worden.

Ermunterungen als Reaktion auf Twitter

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Der Besitzer von Kaiinkaku, einem chinesischen Restaurant, twitterte am 4. März den Inhalt des Briefes und erhielt viele Antworten, die in ermuntern sollten und zeigten, dass dieser Rassismus nicht zu Japan gehört.

„Chinatown ist ein Ort, den Japaner und Chinesen gemeinsam geschaffen haben“, sagte Nobumasa Takahashi (61), der Leiter des Vereins. „Die Leute können jetzt vielleicht nicht hierherkommen, aber ich hoffe, dass sie uns zumindest in ihren Gedanken unterstützen.“

AS

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