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Chinesisches Schiff dringt erneut illegal in Japans Wirtschaftszone ein

Japan nimmt seine Wirtschaftszone im Pazifik äußerst ernst. Umso aggressiver reagierte die Regierung am Wochenende, als sich erneut ein chinesisches Schiff ohne Erlaubnis im Gebiet aufhielt. Das führte nun zu Spannungen zwischen den beiden Ländern, die eigentlich ihre Beziehung verbessern wollen.

Am Samstag entdeckte die japanische Küstenwache um 12:30 Uhr aus der Luft ein chinesisches Forschungsschiff. Es hielt sich deutlich in der japanischen Wirtschaftszone auf und machte keine Anstalt, diese zu verlassen. Genauer befand es sich vor der Insel Okinotori, die als unbedeutendes Atoll gilt. Für Japan ist sie jedoch äußerst wichtig, da sie zu der Nation gehört und damit die Grenze der Wirtschaftszone absteckt.

Das Flugzeug der Küstenwache versuchte, das Schiff zu kontaktieren, um die Crew auf ihr Fehlverhalten hinzuweisen. Sie antwortete jedoch nicht und verließ später von alleine das Gebiet. Japans Regierung verurteilte den Vorfall scharf. Es ist nicht das erste Mal, dass sich ein chinesisches Schiff nicht an die Regeln hält. Schon 2016 und 2018 kam es zu ähnlichen Vorfällen.

China reagierte hingegen gleichermaßen empört. Laut ihren Aussagen hielt sich das Schiff auf hoher See auf und nicht in der 200 Seemeilen breiten Zone. Das kann aus der Sicht der Chinesen sogar korrekt sein, da sie Okinotori nicht als eine Insel anerkennen. Für sie ist es nur ein großer Felsen im Wasser, was das Atoll damit als Grenzpunkt für die Wirtschaftszone disqualifiziert. Japan beharrt jedoch darauf, dass die 0,85 Hektar große Fläche über Wasser als Insel gilt. Das ganze Atoll kommt hingegen auf eine Länge von 4,8 Kilometern und einer Breite von 1,6 Kilometern. Der größte Teil davon befindet sich jedoch unter Wasser.

Quelle: Mainichi Shimbun

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