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Convenience-Store-Betreiber fühlen sich von der Menge an Filialen zerquetscht

Convenience-Store-Betreiber haben einige Probleme in Japan. Der Arbeitskräftemangel macht ihnen zu schaffen, aber auch die Anzahl der Filialen sind nicht gut für das Geschäft.

Immer mehr Geschäfte schließen, obwohl sie eigentlich in einer sehr günstigen Lage liegen. Allerdings gibt es so viel Konkurrenz aus dem eigenen Haus, dass die Einnahmen ausbleiben.

Die Erfahrung musste auch ein Betreiber eines Seven-Eleven im Higashi-Nihonbashi 1-chome machen. Eigentlich eine sehr günstige Lage, trotzdem schloss das Geschäft Ende März.

Im Umkreis von 200 Metern gibt es dort vier weitere Seven-Eleven Geschäfte. Daher sanken die Einnahmen drastisch, als zwei weitere Filialen eröffnet wurden.

In Japan gibt es mehr als doppelt so viele Convenience-Stores als Postfilialen, was dazu führt, dass Läden der gleichen Kette untereinander konkurrieren müssen.

Der Shop-Betreiber eröffnete sein Geschäft 2010 auf Anraten von Seven-Eleven im Higashi-Nihonbashi 1-chome. Obwohl sich bereits zwei Seven-Elven Geschäfte in der Nähe befanden, waren die Umsätze anfangs gut.

Doch 2013 wurde in der unmittelbaren Nähe ein weiteres Geschäft eröffnet, was zu großen Problemen führte.

„Eine Mitarbeiterin der Zentrale sagte mir, dass in der Nähe ein neuer Landen eröffnet würde, aber ich hatte keine andere Wahl, als zuzustimmen, obwohl ich das nicht wollte“, so der ehemalige Eigentümer.

Trotz der Tatsache, dass immer Menschen in die Gegend zogen, ging der Tagesumsatz seines Geschäfts deutlich zurück. Durch den Mangel an neuen Mitarbeitern, musste er den Stundenlohn seiner Angestellten erhöhen, was dazu führte, dass das Geschäft tief in die roten Zahlen geriet.

Um die Kosten für Personal zu senken, mussten seine Frau und sein ältester Sohn, viele Stunden im Geschäft arbeiten. Im September 2014 beging sein Sohn dann Selbstmord. Der Eigentümer und seine Frau vermuten, dass der Arbeitsstress ihren Sohn dazu getrieben hat.

Ein Mitarbeiter der Öffentlichkeitsarbeit von Seven & I Holdings Co., Seven-Eleven Muttergesellschaft, bestreitet, dass die Eröffnung von zu vielen Geschäften negative Auswirkungen auf den Umsatz der umliegenden Geschäfte hat.

„Wir untersuchen die Auswirkungen auf bestehende Geschäfte, wenn neue Geschäfte eröffnet werden“, sagte der Beamte. „Wir unterstützen bestehende Ladenbesitzer auch nach der Eröffnung neuer Geschäfte, bei denen unsere Mitarbeiter wiederholt mit ihnen Besprechungen abhalten.

„Die Verkäufe bestehender Verkaufsstellen gehen manchmal vorübergehend leicht zurück, in einigen Fällen wurde jedoch ein besserer Umsatz gemeldet.“

Convenience-Store-Betreiber unter Druck

Erst vor Kurzem wurde bekannt, dass ein Franchisenehmer von Seven-Elven durch den Arbeitskräftemangel keine Mitarbeiter gefunden hat. Dies hat dazu geführt, dass er den 24-Stunden-Betrieb seines Geschäfts nicht mehr aufrechterhalten konnte. Seven-Eleven bestand allerdings auf die Vertragsklausel, ohne eine vernünftige Lösung anzubieten.

Als dieser Vorfall öffentlich wurde, forderte der Minister für Wirtschaft, Handel und Industrie die Betreiber auf, dass sie Pläne ausarbeiten sollen um dem Mangel an Arbeitskräften entgegen zu wirken.

Lawson startete darauf ein Selbstbedienung-Experiment und Seven-Eleven testete kürzere Öffnungszeiten.

Ende April sagten die Betreiber der drei größten Convenience-Store-Ketten, dass sie die endgültige Entscheidung zu Plänen um den Arbeitskräftemangel entgegen zu wirken, den Franchisenehmern überlassen.

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