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Convenience-Store-Betreiber sollen Pläne gegen den Arbeitskräftemangel entwickeln

Der Minister für Wirtschaft, Handel und Industrie fordert die Betreiber der großen Convenience-Store-Ketten in Japan auf, dass sie Pläne ausarbeiten um sich auf den Arbeitskräftemangel einzustellen.

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Minister Hiroshige Seko will sich dafür Anfang April  mit Leitern der führenden Ketten treffen.

Erst kürzlich sah sich Seven-Eleven Japan Co. gezwungen neue Ladenöffnungszeiten zu testen, da sich der 24-Stunden-Betrieb in vielen Regionen nicht mehr aufrechterhalten lässt. Auch FamilyMart Co., Lawson Inc. und Ministop Co. kämpfen mit den gleichen Problemen.

Seven-Eleven sagte zu dem Test, dass man nicht beabsichtigt, die 1975 eingeführten 24-Stunden Öffnungszeiten zu ändern, aber trotzdem müsse man testen, ob man nicht in einigen Regionen die Öffnungszeiten einschränkt.

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Der Mangel an Arbeitskräften ist eine der größten Herausforderungen der Convenience-Store geworden, die aufgrund ihres großen Angebots an Produkten und Dienstleistungen, die zu jeder Tages- und Nachtzeit erhältlich sind, ein wichtiges Zahnrad in der sozialen Infrastruktur in Japan geworden sind.

Laut einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage des Ministeriums sagten 61 Prozent der Inhaber von Lebensmittelläden, dass die Arbeitskräfte knapp sind. 39 Prozent mehr als noch 2014. Die Umfrage ergab auch, dass rund 39 Prozent der Inhaber unzufrieden mit der Franchisevereinbarung sind, ein Plus von 22 Prozent. Der Grund liegt an der geringen Rentabilität ihrer Filialen und den langen Arbeitszeiten.

„Es ist problematisch in Bezug auf die Nachhaltigkeit von Lebensmittelgeschäften, die zu einer Infrastruktur für das Leben der Menschen in Japan geworden sind“, so Seko.

Allgemein haben japanische Unternehmen auf der ganzen Welt angesichts der immer älter werdenden Bevölkerung und dank des bescheidenen Wirtschaftswachstums in Japan mit der Sicherung von Arbeitskräften zu kämpfen.

Das Verhältnis der offenen Stellen gegenüber verfügbaren Arbeitskräften liegt aktuell bei 1,63. Das bedeutet, dass 162 offene Stellen auf 100 Bewerber kommen.

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