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Bessere Rückverfolgung

Corona-App in Japan gestartet

In Japan wurde am Freitag mit einigen Wochen Verspätung die Corona-App veröffentlicht, die Benutzer darauf hinweisen soll, dass er sich in der Nähe zu jemanden befunden hat, der mit dem Virus infiziert war.

Kritiker befürchten allerdings, dass die App personenbezogene Daten der Nutzer sammelt, was die japanische Regierung verneint.

Menschen befürchten, dass die Regierung die Corona-App zur Überwachung nutzt

„Es werden überhaupt keine personenbezogenen Daten erfasst. Die Menschen können die Corona-App ohne Sorgen verwenden“, sagte Premierminister Shinzo Abe auf einer Pressekonferenz am Donnerstag, der versuchte die Menschen zu ermutigen, die App herunterzuladen, um die Verbreitung von COVID-19 einzudämmen.

Ähnlich wie die deutsche Corona-App zeichnet die japanische Version auf, wenn sich ein Nutzer 15 Minuten oder länger in einer Entfernung von weniger als einem Meter mit einem Benutzer in Kontakt kommt. Die Daten werden per Bluetooth gesendet und verschlüsselt gespeichert. Der Datensatz bleibt 14 Tage auf dem Gerät gespeichert und wird dann automatisch gelöscht.

Wenn ein Nutzer positiv auf das Coronavirus getestet wird und das Testergebnis in der App eingegeben hat, erhalten andere Nutzer, die sich in der Nähe der Person befanden, eine Benachrichtigung. Um ein positives Testergebnis in die Corona-App einzutragen, ist eine Verarbeitungsnummer, die positiv getesteten Menschen von den Gesundheitsbehörden zugewiesen wird, nötig. Persönliche Daten müssen nicht eingetragen werden. Eine Rückverfolgung, wer die infizierte Person war, mit der man in Kontakt gekommen ist, ist nicht möglich.

Viele Menschen müssen sich die App installieren

Die japanische Regierung erhofft sich, dass die Corona-App dazu beitragen wird, dass die Kontaktverfolgung einfacher wird. IT-Experten warnen allerdings davor, sich zu große Hoffnungen zu machen, denn die App müsste von rund 60 Prozent der Menschen in einem Land genutzt werden, damit sie effektiv ist. Viele Länder, die eine Corona-App eingeführt haben, haben allerdings Probleme, die Menschen zu überzeugen, diese App zu benutzen.

In Deutschland glauben nicht wenige Menschen, dass die App dazu dient, dass die Regierung Daten sammelt. Laut offiziellen Zahlen wurde die App bisher über 10 Millionen Mal heruntergeladen. In Frankreich gaben 55 Prozent der Franzosen in einer Umfrage an, die App nicht zu verwenden, berichtete die nationale Tageszeitung Le Figaro im vergangenen Monat. Auch in Japan glauben viele Menschen, dass die App dazu dient, dass die Regierung die Nutzer überwacht.

Kyodo

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