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Angst vor Kritik

Corona Update: Coronavirus vermiest Abe den Sommerurlaub

Der Sommerurlaub hat in Japan begonnen und natürlich hat auch der Premierminister Shinzo Abe Pläne, die nun vom Coronavirus vermiest werden.

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Durch die Aufforderung von Tokyos Gouverneurin Yuriko Koike, dass die Bewohner von Tokyo nicht verreisen sollen, ist Abe nun allerdings in Bedrängnis geraten.

Abe hat Angst vor Kritik

Eigentlich wollte Japans Premierminister seinem Wahlkreis in der Präfektur Yamaguchi wie jedes Jahr einen Besuch abstatten und an einem Feuerwerk teilnehmen.

Durch die Aufforderung nicht zu reisen, musste Abe seine Pläne allerdings aufgeben, da der Premierminister befürchtet, dass er sehr viel Kritik bekommen würde, wenn er seine Reise antreten würde.

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Abe will das Ferienhaus nach Japans Kriegsende-Jubiläum am Samstag besuchen, so seine Helfer. „Der Premierminister ist von der Flut an Kritik erschöpft.“, sagte einer von Abes Beratern.

Coronavirus vermiest auch Kindern den Sommerurlaub

Laut einer Umfrage des Spielzeugherstellers Bornelund Inc. haben 77 Prozent der japanischen Mütter keine Pläne für eine Sommerreise mit ihren Kindern.

65,9 Prozent der Befragten möchten auf keinen Fall in Gegenden, wo sich normalerweise viele Menschen befinden. Bei 42,6 Prozent wurden die Sommerferien der Kinder verkürzt.

Schulen im ganzen Land versuchen die Fehlstunden durch von der Regierung geforderten Schließungen im Apirl ausgleichen, indem sie die Sommerferien teils drastisch gekürzt haben.

Nur 4,9 Prozent der Befragten gaben an, dass sie vorhaben, dass sie verreisen möchten. Im vergangenen Jahr waren es noch 43,1.

Pandemie verändert Sommertraditionen in Japan

Die Pandemie sorgt dafür, dass auch in Japan mehr auf digitale Technologien gesetzt wird, wenn es beispielsweise um Sommertraditionen geht.

Viele Festivals und Feuerwerke sind in diesem Jahr abgesagt worden, doch anstelle sie gar nicht stattfinden zu lassen, werden viele davon digitalisiert. Es gibt mittlerweile sogar einen Service, mit denen Menschen digital die Gräber ihrer Vorfahren besuchen können.

Omatsuri Japan, ein in Tokyo ansässiges Unternehmen, das die regionale Wiederbelebung durch Festivals fördert, veranstaltet am Samstag eine Online-Veranstaltung, bei der die Teilnehmer acht Festivals erleben können: Darunter die Tanzfestivals Awa Odori in der westlichen Stadt Tokushima und Kiryu Yagibushi in der östlichen Präfektur Gunma.

Der digitale Wandel soll den Menschen helfen, die Lücke, die durch die Pandemie entstanden ist, zu überstehen. Das hat allerdings noch einen weiteren Vorteil: Menschen, die eine eingeschränkte Mobilität haben, darunter auch die sogenannten Hikikomori, können so ebenfalls an Aktivitäten teilnehmen, ohne, dass sie unter Menschen müssen.

Japan und Singapur diskutieren über eine Lockerung der Reisebeschränkungen

Aktuell besteht in Japan ein Einreiseverbot für Menschen aus über 140 Ländern.

Außenminister Toshimitsu Motegi und sein singapurischer Amtskollege Vivian Balakrishnan trafen sich am Donnerstag, um die Lockerung der Reisebeschränkungen zu erörtern.

Ein Ergebnis der Gespräche gibt es allerdings noch nicht.

Japan befindet sich zurzeit mit 12 asiatischen Ländern in Gesprächen über eine Lockerung der Beschränkungen. Auch aus Europa gibt es Forderung nach einer Aufhebung der Einreisebeschränkungen.

Coronavirus beschert McDonalds in Japan 2 Prozent Umsatzwachstum

Für McDonalds in Japan ist die Pandemie glimpflich abgelaufen. Der Konzern gab bekannt, dass der Umsatz im ersten Halbjahr 2020 gegenüber dem vorherigen Jahr um 2,2 Prozent auf 139,24 Milliarden Yen gestiegen ist.

Insbesondere die durch die Pandemie gestiegene Nachfrage nach Lieferservice hat zu diesem Wachstum geführt.

Drive-in und Lieferservice haben zwischen April und Mai etwa die Hälfte aller Verkäufe ausgemacht.

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