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Testrate soll auf 72.000 angehoben werden

Corona-Update: Erste Infektion eines in Tokyo in Haft befindlichen Ausländers

Laut der Einwanderungsbehörde in Tokyo wurde bei einem Ausländer, der sich im Regional Immigration Services Bureau im Minato Ward in Haft befindet, eine Infektion mit dem Coronavirus diagnostiziert.

Damit ist es die erste Infektion eines Häftlings in einer Haftanstalt der Einwanderungsbehörde in Japan.

Infektionsweg in Tokyo wird untersucht

In Tokyo sind derzeit rund 200 ausländische Staatsangehörige in Haft, darunter Menschen mit Flüchtlingsstatus, die ihren Visastatus für einen Aufenthalt in Japan verloren haben.

Am 5. August klagte der Inhaftierte über Kopfschmerzen und Schüttelfrost. Eine Überprüfung der Körpertemperatur ergab Fieber von 39 Grad Celsius. Am selben Tag machte er einen Polymerasekettenreaktionstest (PCR) in einer medizinischen Einrichtung, der Berichten zufolge zwei Tage später positiv ausfiel.

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Der Mann befindet sich seit dem 7. August in Einzelhaft. Es gab ungefähr 20 Ausländer, die in derselben Abteilung lebten wie er. Die Einwanderungsbehörde sagte, man ergreife Maßnahmen zur Verhinderung der Ausbreitung von Infektionen auf der Grundlage von Ratschlägen von Experten, einschließlich Ärzten.

Wie der Mann sich angesteckt hat, wird derzeit noch untersucht. Es gibt bisher keine Hinweise, ob ein Mitarbeiter den Inhaftierten angesteckt haben könnte. Im April übte die japanische Föderation der Anwaltskammern Kritik an den Haftanstalten, da sie nicht ausreichend Schutz gegen eine Infektion mit dem Coronavirus bieten.

Immer mehr Menschen in Japan infizieren sich

Die Zahl der Menschen, die sich mit dem Coronavirus infizieren, ist weiterhin hoch. Das Land meldete mit 1.607 Infektionen einen neuen Tagesrekord. Tokyo bleibt mit 462 neu infizierte Menschen auch weiterhin der Hotspot. Osaka meldete 255 Infektionen, die Präfektur Okinawa 100, Akita 14 und Shiga 31.

Bis Ende September plant das japanische Gesundheitsministerium die Kapazität für Coronavirus-Tests auf bis zu 72.000 pro Tag zu erhöhen. Die Nachfrage pro Tag wird derzeit in allen 46 Präfekturen auf ca. 56.000 geschätzt, pro Tag werden zurzeit etwa 37.000 Tests durchgeführt.

Der tägliche Bedarf für das Screening wird auf 11.000 Tests für Tokyo geschätzt. 1.800 für die Präfektur Aichi, 2.700 für die Präfektur Osaka und 960 für die südlichste Präfektur von Okinawa. Kumamoto legte bisher noch keine Schätzung vor.

Um den Bedarf an Tests abzuschätzen, berechnete jede Präfektur die potenzielle Spitzenzahl von Coronavirus-Patienten anhand eines vom Gesundheitsministerium im Juni veröffentlichten Ausbruchsmodells.

Darüber hinaus berechneten die Präfekturverwaltung die erforderliche Anzahl von Coronavirus-Tests auf der Grundlage der positiven Testraten im März und April, als die Infektionen in Japan zum ersten Mal anstiegen. Außerdem wurde die Anzahl der Personen, die in engen Kontakt mit Coronavirus-Patienten kommen könnten, zu den Testzahlen hinzugefügt.

Sommerurlaub verhalten gestartet

In Tokyo begann die Sommerreise-Zeit sehr verhalten
In Tokyo begann die Sommerreise-Zeit sehr verhalten. Bild: Kyodo

In Japan begann nun auch die Sommerferienzeit, eine der Hauptreisezeiten im Land. In Tokyo ist die Reisezeit allerdings verhalten gestartet, nachdem die Verwaltung die Menschen aufgefordert hatte, nicht zu reisen, um so die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern.

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Einige Shinkansen waren am Samstagmorgen nur zu 5 Prozent ihrer nicht reservierten Sitzplätze besetzt. Normalerweise sind die Züge zu Beginn der Reisezeit zu 100 Prozent ausgelastet.

Die Anzahl der Sitzplätze, die zwischen Freitag und dem 17. August für Shinkansen gebucht wurden, sank gegenüber dem Vorjahr um 79 Prozent, während die Reservierungen für Inlands- und Auslandsflüge für Freitag bis zum 16. August laut den Fluggesellschaften um 60 Prozent bzw. 97 Prozent zurückgingen.

Die Sommerferien finden inmitten der „Go To Travel“-Kampagne statt, die am 22. Juli von der japanischen Regierung gestartet wurde, um die heimische Tourismusbranche wiederzubeleben, die von der Pandemie schwer getroffen wurde.

Anders als viele Präfekturen, hat die Regierung nicht die Absicht, die Menschen aufzufordern, während der Sommerferien Reisen in ihre Heimatstädte zu unterlassen, obwohl sich das Virus in Teilen des Landes wieder ausbreitet.

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