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Digitale Alternative für Stempel gesucht

Corona-Update: Immer mehr Menschen lehnen Hanko ab

Durch die Coronavirus-Pandemie lehnen immer mehr Menschen in Japan Hanko (Siegelstempel) ab und die Forderungen nach einer generellen Abschaffung werden lauter.

Für Hersteller dieser Stempel bedeutet dies, dass sie die Pandemie gleich zweimal getroffen hat.

Hanko sollen ersetzt werden

Die Verbreitung des Coronavirus in Japan hat die japanische Regierung dazu veranlasst, die Menschen aufzufordern, von zu Hause aus zu arbeiten, um das Infektionsrisiko zu verringern.

Da immer mehr Unternehmen ihre Mitarbeiter ins Homeoffice schicken, sie aber trotzdem ins Büro müssen, wenn sie einen Vertrag oder ein anderes Dokument abstempeln mussten, werden Hanko nun ziemlich stark kritisiert.

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Dazu kommt die schon seit Jahren immer wieder aufkommende Kritik, dass japanische Unternehmen in einem Meer aus Papier ertrinken.

Die japanische Regierung und die Japan Business Ferderation haben sich zusammengetan, um ein System zu entwickeln, Dokumente digital zu unterzeichnen.

Da jedes Hanko-Design einzigartig ist, ist die Herstellung natürlich ein einträgliches Geschäft und die Tatsache, dass sich selbst die Regierung von der Tradition abwendet, könnte für viele Hersteller das Aus bedeuten, wenn sie nicht andere Möglichkeiten finden, ihre Hanko an den Kunden zu bringen

Immer mehr Menschen stecken sich zu Hause an

Japan meldete am Samstag mehr als 1.200 Infektionen mit dem Coronavirus. Mitten im Höhepunkt der Sommerferienzeit traten besonders oft bei den Menschen zu Hause Cluster-Infektionen auf.

Japan verzeichnet mittlerweile insgesamt 55.830 Infektionen, die Zahl der Todesopfer ist mittlerweile auf 1.106 geklettert.

Tokyo, der Hotspot in Japan, meldete 385 neue Infektionen, auch hier ist die Zahl wieder angestiegen, da viele Menschen auf ihrem Urlaub zurückkehren.

In der Präfektur Kanagawa wurden 136 Fälle gemeldet und damit den dritten Tag in Folge über 100 Infektionen.

Osaka sah 151, Präfektur Aichi 72 und Präfektur Fukuoka 75 neue Infektionen. Japans südliche Inselpräfektur Okinawa, ein beliebtes Touristenziel, meldete 48 Infektionen.

Flugverkehr wird sich wohl erst 2024 erholen

Der weltweite Flugverkehr wird sich nicht so schnell erholen wie gedacht.

Die International Air Transportation Association korrigierte ihre Einschätzung und geht nun davon aus, dass der Flugverkehr erst 2024 wieder auf das Niveau von 2019 zurückkehren wird. Die erste Schätzung sprach von 2023.

Laut der IATA wird die Zahl der weltweiten Passagiere im Jahr 2020 um 55 Prozent sinken. Ursprünglich wurde von 46 Prozent ausgegangen.

Insbesondere das Wiederaufflammen der Pandemie in vielen Ländern sorgt dafür, dass viele Menschen zu Hause bleiben oder Länder ihre Einreiseverbote nicht lockern.

Japan verhängte ein Einreiseverbot für 146 Länder, darunter die USA, Europa und China.

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