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Japans Regierung stellt weitere Milliarden bereit

Corona Update: In Japan sterben weniger Menschen als in anderen Ländern

Die Zahl der Menschen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, steigt in Japan weiter an. Tokyo meldete am Freitag 462 neu infizierte Menschen.

Damit steigt die Zahl in Tokyo auf insgesamt 15.107 Infizierte, seit Beginn der Pandemie, an.

Einwohner von Tokyo sollen in der Ferienzeit nicht vereisen

Da Japans Bon-Ferienzeit nächste Woche beginnt, besteht die Sorge, dass die Bewegung der Menschen das Virus weiter verbreiten wird.

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Um das Risiko zu minimieren, hat der Gouverneur von Tokyo, Yuriko Koike, die Bewohner gebeten, während der Ferienzeit nicht zu reisen.

Die Stadtverwaltung hat ihrem Corona-Alarm auf die höchste von vier Ebenen angehoben, was bedeutet, dass sich „Infektionen ausbreiten“.

Koike sagte am Freitag, die Verwaltung von Tokyo habe zwei medizinische Einrichtungen in der Hauptstadt benannt, die ausschließlich Coronavirus-Patienten mit leichten und mittelschweren Symptomen behandeln sollen.

Menschen in japanischen Krankenhäusern sterben seltener als in anderen Ländern

Laut einer Studie des National Center for Global Health and Medicine sterben weniger als 8 Prozent der Menschen, die aufgrund einer Infektion mit dem Coronavirus in ein japanisches Krankenhaus eingeliefert werden.

Von rund 2.600 Menschen, die zwischen März und Juni in rund 230 Einrichtungen ins Krankenhaus eingeliefert wurden, sind 7,5 Prozent gestorben, verglichen mit 28 Prozent in China, 26 Prozent in Großbritannien und 21 bis 24 Prozent im US-Bundesstaat New York.

Die Kriterien für den Krankenhausaufenthalt variieren von Land zu Land, räumte das Zentrum ein, während das Ergebnis darauf zurückzuführen ist, dass in Japan weniger Menschen übergewichtig sind oder an Diabetes leiden.

Forderungen nach Umsatzsteuerabschaffung aus der LDP

Bereits seit einiger Zeit mehren sich die Stimmen in der Regierungspartei LDP, dass die Umsatzsteuer gesenkt werden sollte. Nun werden auch Stimmen laut, die eine Abschaffung fordern, da die Pandemie der Wirtschaft weiter großen Schaden zufügt.

Hiroshi Ando, Mitglied der Junior Liberal Democratic Party, sagte über die Entscheidung der Regierung, den Umsatzsteuersatz im vergangenen Oktober von 8 auf 10 Prozent anzuheben, dass dies ein klarer Fehler war.

„Wir müssen die Wirtschaft wiederbeleben, indem wir den Umsatzsteuersatz wieder auf null drücken. Es ist absolut notwendig, dass Japan die Steuer insgesamt beseitigt“, so Ando.

Reservefonds in Höhe von 1,13 Milliarden Yen für den Kampf gegen die Pandemie

Das japanische Kabinett hat man Freitag Reservefonds in Höhe von 1,13 Milliarden Yen zur Abfederung der Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie freigegeben.

Davon entfallen 915 Milliarden Yen auf ein Cash-Benefit-Programm, in dessen Rahmen kleine und mittelständische Unternehmen bis zu 2 Millionen Yen bekommen.

Für Haushalte, deren Einkommen stark gesunken ist, wird die Regierung 177,7 Milliarden Yen für ein zinsloses Darlehensprogramm von bis zu 200.000 Yen bereitstellen.

Um Maßnahmen, wie die Durchführung von Polymerase-Kettenreaktionstests (PCR) für Besucher aus dem Ausland zu verbessern, wird die Regierung 33 Milliarden Yen bereitstellen.

Die 1,13 Milliarden kommt zu den von der Regierung bereits für den Kampf gegen die Pandemie bereitgestellten Reservefonds in Höhe von insgesamt 11,5 Billionen Yen hinzu, die Teil des ersten und zweiten Nachtragshaushalts für das Haushaltsjahr 2020 waren.

Keine Rettungspläne für Banken

Durch die Pandemie sind insbesondere kleine Banken in Probleme geraten, Experten befürchten mittlerweile eine Welle von Geschäftsschließungen.

Zwar sieht auch die japanische Regierung einer Bankenkrise, allerdings gibt es keine Pläne, angeschlagene Banken zu retten.

Zwar bittet die Regierung Banken aggressiv Kredite zu vergeben, da andere Unternehmen dringend Mittel brauchen, um ihr Geschäft fortzuführen, aber sollten die Banken selbst in Schwierigkeiten geraten, werden sie allein gelassen.

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