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Tokyo zählt falsch

Corona Update: Japan befindet sich in einer zweiten Welle der Pandemie

Am 19. August äußerte sich Kazuhiro Tateda, Leiter der Vereinigung für Infektionskrankheiten, zu den Anstieg der Infektionen in Japan.

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Laut dem Experten befindet sich Japan mitten in einer zweiten Welle der Coronavirus-Pandemie.

Experte stellt sich gegen Japans Regierung

Tateda ist außerdem Mitglied des Expertengremiums, das die japanische Regierung in allen Fragen der Pandemie berät.

Mit seiner Aussage stellt sich der Experte für Infektionskrankheiten gegen die Regierung, die seit dem erneuten Anstieg an Infektionen versucht zu beruhigen und betont, dass die Lage im Land nicht besorgniserregend ist.

Und die Zahlen geben Tateda recht: Während der ersten Welle in den zwei Monaten ab Ende März gab es etwa 15.000 Infektionen. Seit Ende Juni wurden bereits etwa 40.000 bestätigte Infektionen gezählt.

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In Präfekturen wie Tokyo, Osaka, Aichi, Fukuoka und Okinawa werden in den letzten Wochen mehr neue Infektionen gemeldet, als vor dem Ausnahmezustand.

Tokyo meldet wieder über 300 infizierte Menschen

Am Mittwoch meldete Tokyo noch 186 neu infizierte Menschen und damit weniger als Osaka (187), am Donnerstag hat sich das Blatt wieder gewendet und in Tokyo stiegen die Zahlen mit 339 wieder auf über 300 an.

Die Zahl der Menschen, die mit schweren Symptomen in ein Krankenhaus eingeliefert werden mussten, stieg auf 36 an.

Fukuoka meldete 102 Infizierte,  Kanagawa 95, Okinawa 71 und Saitama 62.

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Die landesweite Gesamtzahl stieg auf mehr als 59.400. Die Zahl der Todesopfer liegt bei 1.162.

Die Präfekturen halten ihre Alarmlevel aufrecht, die die Menschen dazu bringen sollen, vorsichtig zu sein.

Großstädte ignorieren Richtlinien bei der Zählung schwerer Covid-19-Infektionen

Laut Mitarbeitern der Stadtverwaltung von Tokyo hält sich die Metropole nicht an die Anweisungen des Gesundheitsministeriums, bei der Zählung von schweren Covid-19-Infektionen. Auch andere Großstädte ignorieren die Anweisung.

Gemäß einer Direktive des Ministeriums vom 26. April wird den lokalen Behörden empfohlen, die Anzahl schwerer Fälle zu melden, indem sie die Patienten zählen, die an einem Beatmungsgerät angeschlossen wurden und Patienten, die auf der Intensivstation behandelt werden müssen, auch wenn sie kein Beatmungsgerät brauchen.

Mitarbeiter der Großstädte meldeten allerdings nur Zahlen, die nur die Menschen erfassen, die an einem Beatmungsgerät angeschlossen werden mussten.

Tokyo hat nun angekündigt, die Zahlen zu korrigieren und dem Gesundheitsministerium zu melden.

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