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Risikogruppen sind von Unterbringung in Hotels ausgeschlossen

Coronavirus-Infizierte mit leichten Symptomen sollen in Japan in Hotels unterkommen

In Japan steigt die Zahl der Coronavirus-Infizierten immer weiter an und die Sorge bei der Bevölkerung wächst. Wie die Regierung angab, will sie so gut es geht dabei helfen, dass alle Infizierten sich erholen können. Aus diesem Grund empfahl sie, Personen mit leichten Symptomen in Hotels oder zu Hause unterzubringen.

Am Freitag riet das japanische Gesundheitsministerium den Kommunalverwaltungen, Infizierte mit leichten Symptomen bei der Erholung zu unterstützen. Dabei wurde vorgeschlagen sie unter anderem in Hotels oder zu Hause unterzubringen. Die etwas skurrile Anordnung soll verhindern, dass unnötig Krankenbetten belegt werden, die eigentlich für schwere Fälle gedacht sind. Vor allem in Tokyo und anderen Großstädten können Krankenhäuser schnell an ihre Grenzen kommen.

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Eigentlich schreibt das Gesetz zu Infektionskrankheiten vor, dass alle Infizierten, unabhängig von den Symptomen, in ein Krankenhaus sollen. Sollten die Fälle jedoch weiter ansteigen, könnte die Reglung landesweit bei Krankenhäusern für große Probleme sorgen. Aus diesem Grund entschloss sich das Ministerium die Bedingungen zu lockern.

Ausgenommen von der Unterbringung in Hotels oder zu Hause sind Risikogruppen, die schnell schwere Symptome entwickeln können. Dazu gehören unter anderem Menschen mit Vorerkrankungen, Schwangere und ältere Menschen. Auf der anderen Seite werden Personen bevorzugt, die Familienmitglieder haben, die zur Risikogruppe gehören oder Menschen, die Krankenhaus- oder Pflegepersonal in der Familie haben.

Schon am Donnerstag forderte das Ministerium die Präfekturregierungen landesweit auf, dass sie Hotels und andere Einrichtungen auf die Aufnahme von infizierten Personen vorbereiten. Kommunen sollen Hotels mieten und ausstatten. Die Kosten sollen von dem Notfall-Wirtschaftspaket der Zentralregierung gedeckt werden.

Medizinisches Personal soll sich um die Quarantänemaßnahmen kümmern. Dazu gehört die Desinfektion von Toiletten, Bereitstellung von Essen und Unterstützung des Lebensunterhalts.

Trotz der Forderung sind die lokalen Regierungen nicht verpflichtet sie umzusetzen und sie können Maßnahmen nach eigenen Ermessen ergreifen.

Bis jetzt hat nur die Regierung von Tokyo bestätigt, dass sie Hotels vorbereitet haben, um Patienten aufzunehmen. Tokyo ist mittlerweile die Stadt mit den meisten Fällen und gilt zurzeit als Epizentrum des Covid-19. Gouverneurin Yuriko Koike gab bekannt, dass sie Orte zur Erholung sichern. Es soll ein Umfeld entstehen, bei dem sich die Menschen sicher fühlen, so Koike.

Dazu gibt es eine weitere Lockerung der Gesetzeslage bei der Behandlungszeit. Nach den neuen Reglungen dürfen Personen schon nach zwei Tagen wieder entlassen werden, nachdem ihre Symptome verschwunden sind und wenn sie zweimal negativ getestet werden. Ursprünglich mussten Patienten bei denselben Bedingungen zweieinhalb oder drei Tage bleiben.

Kyodo

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