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Zahl der Infektionen erreichen Rekordniveau

Coronavirus macht die Hoffnung auf den Sommer in Japan zunichte

In Japan steigt die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus wieder an, mittlerweile auf einen Rekordwert von 110.000 an einem Tag.

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Der Anstieg kommt zu einem Zeitpunkt, in dem sich die Tourismusbranche Hoffnungen gemacht hat, dass sich die wirtschaftliche Situation endlich entspannt, nach den schwierigen zwei Jahren.

Sorge um eine Infektion mit dem Coronavirus, ist wieder ein Begleiter

Auch die Menschen in Japan hatten die Hoffnung, dass nach zwei Jahren Pandemie nun endlich wieder etwas Normalität einkehrt. Doch mittlerweile ist die Sorge vor einer Infektion wieder ein dauerhafter Begleiter geworden.

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Die japanische Regierung hat angesichts der steigenden Infektionen mit dem Coronavirus davor gewarnt, die Vorsicht fallen zu lassen, insbesondere in den bevorstehenden Sommerferien. Zwar gibt es im Moment kaum schwere Infektionsverläufe, aber die Situation kann sich schnell ändern. Einschränkungen sind allerdings nicht geplant.

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Die Sorgen machen sich mittlerweile wieder überall bemerkbar. In Inuyama, in der Präfektur Aichi, äußerte sich Haruo Umemura, Manager von Kiso Kanko, einem Betreiber von Ausflugsbooten, die traditionelle „ukai“-Touren auf dem Fluss Kisogawa anbieten, besorgt über den Anstieg der Infektionen.

Vor der Pandemie zogen die Touren, die im Sommer sehr beliebt sind, jährlich etwa 20.000 Besucher an.

Die Zahl der Touristen, die sich im vergangenen Jahr für die Touren des Unternehmens anmeldeten, betrug jedoch nur etwa ein Zehntel eines normalen Jahres.

Als Vorsichtsmaßnahme begann Kiso Kanko im Juni mit dem Angebot von Touren, bei denen die Passagiere auf 80 Prozent der Kapazität der drei eingesetzten Bootstypen beschränkt wurden.

Nach Angaben des Veranstalters übertrafen die Touristenzahlen Anfang Juli das Vorjahresniveau und waren bis zu den Bon-Ferien Mitte August primär mit Gruppenreisen ausgebucht.

Unternehmen sind besorgt

Doch da Japan nun eine neue Infektionswelle erlebt, ist man besorgt, dass die Touristenzahlen wieder einbrechen werden.

In der Präfektur Okinawa, wo der Tourismus ein wichtiger Wirtschaftszweig ist, begannen die Neuinfektionen gegen Mitte Juli steil anzusteigen.

Ein Souvenirladen in der Hauptstraße Kokusai-dori in der Präfekturhauptstadt Naha erklärte, dass die Kundenzahlen seit Anfang Mai langsam wieder ansteigen, nachdem die Verkäufe in den Jahren 2020 und 2021 auf etwa ein Zehntel des Niveaus vor der Pandemie gesunken waren.

Mittlerweile macht man sich allerdings auch Sorgen, insbesondere in der Hinsicht, dass die japanische Regierung ein Programm, dass Reisen bezuschusst, nach hinten verschoben hat.

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