Stats

Anzeige
Home News Coronavirus schürt weltweit den Rassismus gegenüber Asiaten

Coronavirus schürt weltweit den Rassismus gegenüber Asiaten

Beleidigungen und Angriffe

Seit dem Ausbruch des neuen Coronavirus COVID-19 steigen weltweit die Panik und Rassismus gegenüber Asiaten steigt drastisch an.

Dabei wird jeder, der asiatisch aussieht angefeindet, egal welcher Nation er zugehörig ist.

Angriffe gegen asiatisch aussehende Menschen

Am 4. Februar wurden in Bolivien drei japanische Touristen unter Quarantäne gestellt, obwohl sie bisher nicht einmal im China waren oder Symptome einer Infektion zeigten.

Ende Januar wurde in Rio de Janeiro eine japanisch-brasilianische Jurastudentin in einer U-Bahn von einer Frau als „chinesisches Schwein“ betitelt und misshandelt.

US-Medien zufolge wurde Anfang Februar in New York City eine asiatische Frau mit Atemmaske von einem Mann angegriffen, der sie in einer U-Bahnstation in Chinatown verprügelte.

Mehr zum Thema:  Rolling Sushi - Folge 53: Coronavirus, Japans Umdenken in der Arbeitswelt und weniger Kriminalität aber mehr Missbrauchsfälle

Ein Video des Vorfalls, das von einem Zuschauer gefilmt und in den sozialen Medien veröffentlicht wurde, zeigt die Frau, wie sie durch die Station rennt, um den Mann zu konfrontieren, nachdem er sie in den Kopf geschlagen hat.

Es wird angenommen, dass die Aggressivität des Mannes durch die Masken ausgelöst wurde, die Menschen getragen haben, um sich vor dem Coronavirus zu schützen.

Nach einer Reise in die chinesische Provinz Hunan im Dezember wurde eine Frau aus Seattle nach ihrer Rückkehr am 2. Februar von ihrem Hausverwalter aufgefordert, dass sie das Haus verlassen soll.

Flyer mit dem Hinweis Virusquarantäne wurde später vom Gebäudemanagement in der Nähe des Eingangs zu ihrer Wohnung angebracht und die Bewohner gewarnt, Atemmasken und Handschuhe in der Nähe ihrer Wohnung zu tragen.

Eine Gruppe von College-Studenten der japanischen Hitotsubashi-Universität, die Ende Januar auf einer Studienreise nach Paris kamen, stieß auf eine Gruppe junger Männer, die Gesten machten, die Mund und Nase mit den Händen bedeckten, während sie sie verspotteten.

Auch in Deutschland nehmen die fremdenfeindliche Übergriffe gegen Asiaten zu

Auch in Deutschland gab es bereits gewalttätige Übergriffe und Beleidigungen, wie zuletzt in Berlin. Die Medien sind auch nicht gerade zurückhaltend mit ihrer Berichterstattung. So titelte Anfang Februar der Spiegel auf einer Titelseite, dass einen Mann in einem Schutzanzug zeigte: „Made in China“.

Auch die Bild-Zeitung ist nicht sehr zimperlich und zeigt wieder einmal, dass man lieber mit Schlagzeilen arbeitet, um die Verkaufszahlen zu erhöhen, als nachzudenken, was so eine Berichterstattung anrichten kann.

Vorsicht, aber mit Vernunft

UN-Generalsekretär Antonio Guterres hat Bedenken hinsichtlich der Diskriminierung aufgrund des Ausbruchs des Coronavirus geäußert und die Öffentlichkeit aufgefordert, vorsichtig, aber vernünftig zu sein.

„Es ist einfach, in Perspektiven zu gelangen, in denen es zu Diskriminierung, zu Menschenrechtsverletzungen und zu Stigmatisierung unschuldiger Menschen aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit kommt“, sagte Guterres während einer Pressekonferenz.

Er appellierte an ein starkes Gefühl der internationalen Solidarität, ein starkes Gefühl der Unterstützung für China unter diesen schwierigen Umständen, aber auch für andere Länder, die davon betroffen sein könnten und forderte die Menschen auf, die Stigmatisierung von Menschen zu vermeiden, die unschuldig sind und Opfer sein könnten dieser Situation.

Kyodo

Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren:

Rolling Sushi - der Japan-Podcast

Rolling Sushi - Japan für die Ohren

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here