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Über 1 Zentimeter Neuschnee

Coronavirus und Schnee lässt die Menschenmassen von Tokyos Straßen verschwinden

Tokyo ist eigentlich eine sehr geschäftige Stadt, in der immer viele Menschen unterwegs sind. Doch an diesem Wochenende war es anders, denn Schnee und die Bitte der Gouverneurin, dass die Menschen zu Hause bleiben sollen, sorgten dafür, dass sehr wenig los war.

Laut der Japan Weather Association war es das erste Mal seit 32 Jahren, dass sich im Zentrum Tokyos Ende März Schnee fiel, dessen Höhe mehr als 1 Zentimeter oder mehr auf den Straßen betrug.

Mehr als 1 Zentimeter Schnee auf Tokyos Straßen

Laut der Japan Meterological Agency fiel die Temperatur in der Metropolregion Tokyo und den Präfekturen Yamanashi und Nagano am Sonntagmorgen unter 1 Grad Celsius.

Der Schnee sorgte dafür, dass viele Menschen sich an die Bitte der Gouverneurin gehalten haben. Der Stadtteil Akibahara, der weltweit bei Anime-Fans bekannt ist und als einer der Hotspots in Tokyo gilt, erlebte seit Jahren einen ruhigen Sonntag.

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„Es waren ungefähr 20 Prozent des üblichen Fußgängerverkehrs an einem Sonntag. Vielleicht liegt es teilweise am Wetter, aber es ist ungewöhnlich, dass nur sehr wenige Menschen da sind“, sagte eine Verkäuferin, die in einem Shop in dem Stadtteil arbeitet.

Der Tokyo Tower, ein beliebtes Touristenziel in Minato Ward, hatte die Öffnungszeiten geändert, aber nur wenige Besucher kamen.

„Wir sind gerade vorbeigekommen, da mein kleiner Sohn unbedingt aus der Wohnung wollte“, sagte eine 36-jährige Frau aus Yokohama. „Ich verstehe die Bitte, zu Hause zu bleiben, also werden wir nach Hause gehen, ohne den Turm zu betreten.“

Viele junge Leute unterwegs

Yuriko Koike, die Gouverneurin von Tokyo, forderte am Mittwoch die Einwohner auf, am Wochenende nur aus dem Haus zu gehen, wenn es wichtig ist. „Die Hauptstadt stehe vor einer wichtigen Phase, um einen explosionsartigen Anstieg der Zahl der Infektionen zu verhindern“, so Koike. Die Menschen werden angehalten bis zum 12. April die Wochenenden und abends zu Hause zu bleiben.

Allerdings haben sich viele nicht an die Bitte gehalten, besonders junge Leute waren unterwegs, obwohl viele Kaufhäuser, Parks und Kinos geschlossen hatten.

Neben Tokyo sollten die Menschen in den Präfekturen Osaka, Fukuoka und Kumamoto zu Hause bleiben.

Der Gouverneur von Saitama forderte die Einwohner auf, auch ab Montag keine unnötigen Fahrten nach Tokyo zu unternehmen.

 

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