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Immer mehr Mitarbeiter fehlen

Coronawelle in Japan sorgt für Personalmangel bei wichtigen Dienstleistungen

In Japan führt die neue Coronawelle zu Problemen bei der medizinischen Versorgung, den öffentlichen Verkehrsmitteln, der Post und vielen anderen wichtigen Diensten, da es aufgrund des hohen Krankenstands an Mitarbeitern mangelt.

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Um so eine Situation zu verhindern, hatte die japanische Regierung vor ein paar Tagen die Dauer für die Selbstquarantäne für enge Kontaktpersonen von Menschen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, von sieben auf fünf Tage reduziert. Allerdings bereitet sich das Virus immer schneller in Japan aus, sodass die Maßnahme nicht die Wirkung zeigt, die man sich eigentlich erhofft hatte.

Coronawelle sorgt für geschlossene Postfilialen

Die Coronawelle entwickelt sich daher immer mehr zu einem Problem, auch in der Kinderbetreuung. Als Beispiel dient eine Kindertagesstätte in Yokohama, in der normalerweise 30 Mitarbeiter tätig sind. Mittlerweile haben sich davon 10 Mitarbeiter krankgemeldet, was dazu führt, dass es personelle Probleme hinsichtlich der Betreuung gibt.

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Insbesondere Postämter sind von der Infektionswelle betroffen. Landesweit haben mittlerweile 146 Filialen schließen müssen, da sie keine Mitarbeiter mehr haben. Auch einige Buslinien in Tokyo und in der Präfektur Kanagawa sind mittlerweile ausgesetzt oder eingeschränkt worden.

Kyushu Railway gab vor einigen Tagen bekannt, dass wegen des hohen Krankenstandes einige Expresszüge für 10 Tage komplett ausfallen werden.

Krankenhäuser kämpfen an zwei Fronten

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Gravierend ist der Personalmangel in der medizinischen Versorgung, die gleichzeitig auch mit immer mehr Patienten zu kämpfen hat. Krankenwagen haben mittlerweile das Problem, kein freies Bett für ihre Patienten zu finden.

Immer mehr Krankenhäuser schränken daher die ambulante Behandlung ein. Wenn sich der Personalmangel verschlimmert, beabsichtigen bereits einige von ihnen, die Zahl der Operationen zu reduzieren und keine Notfallpatienten mehr aufzunehmen.

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