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Cybersecurity bei Olympia 2020: Zuständiger Minister weist Vorwurf mangelnder Kompetenz zurück

Erst vor Kurzem erlangte Yoshitaka Sakurada, zuständiger Minister für die Cybersecurity bei Olympia 2020, seltsame Berühmtheit. Grund war sein Kommentar, mangelnde Kompetenz hinsichtlich der Computerbenutzung zu haben. Nun weist Sakurada diesen Vorwurf von sich.

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Am 14. Oktober befragte ein Mitglied der Oppositionspartei „Demokratische Partei für das Volk“ den Minister zu seiner Computernutzung. Sakurada, heute 68 Jahre alt, antwortete darauf, dass er seit seinem 25. Lebensjahr keinen PC mehr benutzt habe. Dafür habe er seine Sekretärinnen und Angestellte. Doch da er nicht selbst die notwendigen Arbeiten verrichtet, sondern eher Delegations- und Leitungsverantwortung innehaben wird, ist das Problem vielleicht nicht so groß.

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Bild: Pixabay

Am Mittwoch sagte der Minister dazu in einer Sitzung des Kabinettsausschusses des Unterhauses, dass es nicht so wichtig sei, ober er positiv oder negativ berühmt sei. Er zeigte sich leicht überrascht und unberührt davon, dass seine Bekanntheit auf einer gewissen Ironie beruht. Sakurada erlangte Bekanntheit, nachdem sein Bekenntnis scheinbarer Inkompetenz in der Computerhandhabung und IT-Fertigkeit öffentlich wurde. Sogar die New York Times berichtete darüber.

Nach Bekanntwerden dieser Aussage entstanden Zweifel daran, ob der Minister der Richtige für den Posten des Verantwortlichen für die Internetsicherheit bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokyo sei. Dennoch wies der Minister aufkeimende Zweifel von sich, indem er mitteilte: „Ich glaube, dass meine Entscheidungsfähigkeit ausgezeichnet ist“. Sein Bekenntnis trat eine Reihe sarkastischer Kommentare in der Netzgemeinde los. Schon im Juli dieses Jahres erarbeitete Japans Regierung einen Index zur Klassifizierung der Cyberangriffe, um adäquat auf eventuelle Sicherheitsbedrohungen bei den Olympischen Spielen reagieren zu können.

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Quelle: Asahi Shimbun

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