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Notfallmaßnahmen erst einmal ausgeschlossen

Das Coronavirus breitet sich in Japan außerhalb der städtischen Zentren wieder schnell aus

Das Coronavirus breitet sich in Japan, nach Angaben des Expertengremiums der Regierung, außerhalb von städtischen Gebieten immer schneller aus. In neun Präfekturen wurde mittlerweile ein Rekordniveau bei den Neuinfektionen verzeichnet.

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Japan Premierminister Fumio Kishida sieht jedoch weiterhin keine Notwendigkeit, die Coronamaßnahmen wieder einzuführen, obwohl Gesundheitsexperten bereits seit einiger Zeit vor einer neuen Infektionswelle warnen.

Neuinfektionen mit dem Coronavirus steigen besonders im Osten Japans

Das Gremium erklärte, dass die größten Anstiege an Neuinfektionen mit dem Coronavirus besonders in den wenig bevölkerten Gebieten im Osten Japans verzeichnet wurden.

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Die Steigerungsrate in den Präfekturen sei höher als in den drei großen städtischen Gebieten der Präfekturen Tokyo, Osaka und Aichi.

Der Tagesdurchschnitt der Neuinfektionen in der Woche bis zum 12. April erreichte in den Präfekturen Iwate (1,5 Mal höher als in der Vorwoche), Akita, Fukushima, Niigata, Nagano, Ehime, Oita, Miyazaki und Kagoshima neue Rekordwerte.

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In der Präfektur Okinawa steigt die Zahl der Infektionen seit Ende März wieder an. Der Tagesdurchschnitt stieg in der Woche bis zum 12. April um das 1,22-fache.

Auch Tokyo, Osaka und Aichi verzeichnen einen erneuten Anstieg, der allerdings etwas geringer ausfällt als in den neun genannten Präfekturen. In Osaka und Aichi haben die Zahlen davor stagniert.

„Die Steigerungsrate in den großen städtischen Gebieten ist langsam, aber in den regionalen Städten ist sie schnell, sodass wir aufpassen müssen“, so Takaji Wakita, der Vorsitzende des Ausschusses und Leiter des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten (NIID), auf einer Pressekonferenz. „Viele Menschen in dicht besiedelten Gebieten haben sich während der sechsten Welle mit dem Virus angesteckt und eine Immunität entwickelt, während in weniger besiedelten Gebieten weniger Menschen immun gegen das Virus geworden sind.“

Bisher keine Notfallmaßnahmen erforderlich

Nach Angaben des Kabinettssekretariats lag die Belegungsrate der Krankenhausbetten für COVID-19-Patienten am 12. April in der Präfektur Okinawa bei 46 Prozent, in der Präfektur Kagoshima bei 34 Prozent und in der Präfektur Hiroshima bei 27 Prozent.

Laut den Daten ist die Belegungsrate in einigen Gebieten gestiegen, in anderen Regionen allerdings nahezu unverändert.

„Die Zahl der neuen Infektionsfälle ist insgesamt gestiegen, aber die Auslastung der Krankenhausbetten bleibt auf einem niedrigen Niveau“, so Premierminister Fumio Kishida auf einer Plenarsitzung des Oberhauses am 13. April. „Im Moment hat keine Präfekturverwaltung um Notfallmaßnahmen gebeten. Ich glaube nicht, dass in der gegenwärtigen Situation sofortige Maßnahmen erforderlich sind.“

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