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Das transpazifische Freihandelsabkommen (TPP) startet am 30. Dezember

Das TPP (Transpazifisches Freihandelsabkommen), das über eine Weile Diskussionsthema der pazifischen Staaten war, steht nun vor seinem Abschluss. Stichtag des Inkrafttretens ist der 30. Dezember 2018. Bisher war es Japans Hoffnung, dass das Abkommen zu Beginn 2019 in Kraft treten würde. Im Januar 2017 waren die USA überraschend aus den Verhandlungen zurückgetreten.

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Noch bis dieses Jahr versuchte Japan, die übrigen Mitgliedsstaaten zu überzeugen, keinen Pakt ohne die USA zu unterzeichnen. Mittlerweile hat sich dies geändert und Japan stimmte der Überarbeitung dieses Handelsabkommens ohne Amerika zu. Das Abkommen wird 60 Tage, nachdem mindestens 6 der 11 Mitgliedsstaaten ihre erforderlichen innerstaatlichen Verfahren diesbezüglich beendet haben, in Kraft treten. Australien verkündete nun, die sechste Nation zu sein, die ihre nationalen Verfahren beendet hat. Dementsprechend steht einem Beginn des Freihandelsabkommens nichts mehr im Wege.

Freier und fairer Handel für alle Beteiligten

Für Australien sei das TPP „eines der umfassendsten und ehrgeizigsten [Abkommen] in der jüngeren Geschichte des Landes“, sagte der australische Premierminister Scott Morrison zum Freihandelsabkommen. Er erwartet dadurch ein Wachstum australischer Unternehmen und der australischen Volkswirtschaft. Japans Staatsminister für den Handelspakt, Toshimitsu Motegi, sagte Reportern, dass das Transpazifische Freihandelsabkommen freie und faire Regeln für den Handel im 21. Jahrhundert vor dem Hintergrund des weltweit steigenden Protektionismus schafft. Japan plant für die erste Ministertagung des Abkommens den Vorsitz zu führen. Darin soll unter anderem die Aufnahme solcher Länder erörtert werden, die die Idee eines solchen Freihandelspaktes teilen. Des Weiteren soll auch die Umsetzung des Abkommens besprochen werden.

Freihandel internationaler Handel

Mexiko, Japan, Singapur, Neuseeland, Kanada und Australien sind die ersten sechs Länder, die das Abkommen ratifiziert haben. Der Freihandelspakt soll Zölle auf Landwirtschaft und Industrieerzeugnisse senken und es den Unternehmen erleichtern, im Ausland Geschäfte zu tätigen. Trotz des momentan existierenden Handelsstreits zwischen China und den USA wollen diese 6 Länder weiterhin den Freihandel unterstützen und daran arbeiten. Japan erwartet nach dem Inkrafttreten des Abkommens einen Wirtschaftsschub von 8 Billionen Yen (rund 65 Milliarden Euro). Daneben wird aber auch ein Einbruch von bis zu 150 Milliarden Yen (rund 1,2 Milliarden Euro) im Handel mit Agrar- und Meeresprodukten erwartet.

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Die restlichen fünf Mitglieder des Freihandelsabkommens (Brunei, Chile, Malaysia, Peru und Vietnam) haben ihre internen nationalen Verfahren bezüglich des Abkommens noch nicht abgeschlossen. Daneben gibt es nun auch andere Länder wie Großbritannien, Kolumbien, Indonesien, Südkorea und Thailand, die Interesse an einem Beitritt gezeigt haben.

Quelle: Kyodo News

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