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Das Verbot von Tätowierungen in Japan muss überdacht werden

Japan muss sich Tattoos öffnen

Eine Tätowierung zu haben, ist mittlerweile eigentlich etwas völlig normales. Die Kunst des Tätowierens ist in Japan allerdings schon immer eine Grauzone gewesen, doch im September 2017 entschied ein japanisches Gericht, dass Tätowieren keine Kunst, sondern eine medizinische Leistung ist.

Allgemein hat das Tätowieren eine lange Tradition in Japan, ist historisch allerdings verpönt, da man Tattoos in der Regel mit der Yakuza in Verbindung bringt. Daher sind in vielen heißen Quellen, Schwimmbäder und Turnhallen Tätowierungen verboten. Gäste müssen sie Abkleben, um dort hereinzukommen. Der Druck auf die Betreiber steigt allerdings seit Jahren an. In unserer Japan-Community ist eine häufige Frage, wie man mit seinem Tattoo in Japan umgehen muss.

Die Abneigung gegen Tätowierungen rührt daher, dass Japan 1720 beschloss, die Strafen für einige Verbrechen zu reduzieren. Kriminellen wurden also nicht mehr die Nase oder die Ohren abgeschnitten, sie bekamen ihre Taten auf die Haut tätowiert.

Ein Tattoo galt lange Zeit als „must have“ unter Kriminellen

Unter Verbrechern in Japan galt ein Tattoo bald als ein „must have“ und es gab eine Zeit, da musste man nur sein Tattoo zeigen und bekam zum Beispiel freien Eintritt ins Kino.

Heutzutage sind Tattoos allerdings bei immer mehr Kriminellem verpönt und viele wollen keine Tätowierung haben.

In Hinblick auf die Olympischen Spiele 2020 in Tokyo wird es für Japan allerdings Zeit, sich auch in diesem Bereich zu öffnen. Denn anders als in Japan sind Tattoos fast überall auf der Welt mittlerweile Normalität. Viele Sportler tragen mittlerweile Tattoos, auch bei Musikern gehört ein Tattoo fast schon zur Arbeitskleidung, man denke nur mal an die Metal-Szene.

Mehr Touristen bedeuten auch mehr Tattoos in Japan

Auch der stetige Anstieg der Touristenströme, die nach Japan kommen, sind ein Grund um umzudenken. Immerhin sind diese Menschen, wenn sie ein Tattoo haben, ja nicht automatisch Verbrecher.

Und wenn wir mal ehrlich sind, Tattoos können sehr gut aussehen, wenn sie gut gestochen wurden. Auch wenn man die Körperzeichnungen vielleicht nicht mag, Tattoos sind mittlerweile in der breiten Öffentlichkeit angekommen. Zeit also, dass in Japan ein Umdenken stattfindet.

Immerhin hat Japan es auch geschafft, dass Tanzverbot nach Mitternacht aufzuheben, dann sollte das auch mit Kunstwerken auf dem Körper funktionieren.

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