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Demonstranten dürfen Besetzung von Japans Inseln durch Russland nicht „illegale Besetzung“ nennen

Eine von Japans Regierung unterstützte Demonstration gegen die Besetzung von Inseln im Norden Japans durch Russland, endete am Donnerstag mit einer zurückhaltenden Erklärung.

Zwar wurde die Rückgabe der Inseln gefordert, allerdings wurde die Bezeichnung „illegale Besetzung“ aus der Erklärung gestrichen, da das die Gespräche mit Russland negativ beeinflussen könnten und keine Spannungen zwischen den beiden Ländern ausgelöst werden sollte.

Trotzdem brachte Premierminister Shinzo Abe seine Entschlossenheit zum Ausdruck, die Verhandlungen über den Friedenspakt weiter voranzutreiben, die wegen des Territorialstreits zum Stillstand gekommen sind. In einer Ansprache an die Demonstranten sagte er: „Es ist nicht einfach, dass Problem zu lösen, das auch 73 Jahre nach Kriegsende noch nicht gelöst wurde.“

Er beabsichtige, die gemeinsame Arbeit um eine für beide Seiten akzeptable Lösung zu finden, fortzusetzen.

Bereits bei Gesprächen im vergangenen November, die Abe mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin führte, führten dazu, dass die gemeinsame Erklärung von 1956 zwischen beiden Ländern intensiviert werden. Diese Erklärung sieht vor, dass die kleineren zwei, der vier Shikotan Insel und der Inselgruppe Hambomai, wieder an Japan zurückfallen. Die verbleibenden zwei Inseln sind Kunashiri und Etorofu.

Die Regierung in Tokyo behauptet schon lange, dass alle vier Inseln zu Japan gehören und sie von der Sowjetunion nach Japans Kapitulation 1945 „illegal besetzt“ wurden, während Moskau darauf besteht, die Gebiete rechtmäßig erworben zu haben.

Beobachter schätzen, dass Abe im Juni eine Einigung erzielen will, wenn Putin voraussichtlich den G20 Gipfel in Osaka besuchen wird.  Sollte Moskau die zwei Inseln wieder zurückgeben, dann wird Abe den Friedenspakt akzeptieren, so die Meinung.

Quelle: Kyodo

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