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HomeNachrichten aus JapanDie Woche in Japan – 01.08. bis 05.08.

Sommer, Sonne, Regenfälle

Die Woche in Japan – 01.08. bis 05.08.

Das Wochenende ist da und wir blicken zurück auf die wichtigsten Ereignisse der vergangen Tage. Was hat Japan bewegt?

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Ein wichtiges Thema diese Woche: Das Wetter. Eine Hitzewelle hat Japan dieses Jahr bereits hinter sich. Prompt folgt die nächste. Ein Hochdruckgebiet hat einen großen Teil des Archipels von der Region Kinki bis zur Präfektur Hokkaido erfasst und weit über hundert Messtationen meldeten Temperaturen von über 35 Grad. Und auf die Hitze folgte der Regen. In der Mitte der Woche mussten 100.000 Menschen in Japan aufgrund von Starkregen evakuiert werden.

Steigende Preise und wachsende Infektionszahlen

Auch in Japan werden viele Lebensmittel immer teurer und laut des Marktforschungsunternehmens Teikoku Databank werden die Preise im Oktober wahrscheinlich sogar noch weiter steigen. Ebenso sollen im Herbst die Preise für Mahlzeiten in Restaurantketten, Reifen und Baumaterialien angehoben werden. Eine Entwicklung, die immer mehr Haushalte im Land belastet.

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Ein weiteres Problem stellen die nach wie vor hohen Infektionszahlen im Land dar. Nicht nur die Krankenhäuser ächzen unter der Belastung, auch die Post hat inzwischen mit einem schweren Personalmangel zu kämpfen, da sich immer mehr ihrer Angestellten in Quarantäne befinden. Landesweit haben mittlerweile 146 Filialen deswegen schließen müssen.

Ein ähnliches Bild zeichnet sich im Kultur- und Freizeitbereich ab. Auch wenn einige Festivals in diesem Sommer bereits ihre Rückkehr feiern konnten, heißt das noch lange nicht, dass den Veranstaltenden viel Zeit zum Durchatmen bliebe. Veranstaltungen ohne Einschränkungen sind nach wie vor kaum denkbar.

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Auf dem Schachbrett der Länder dagegen erschien zumindest ein kleines Licht am diplomatischen Horizont.

Zwar hat China als Reaktion auf eine Erklärung der G-7-Staaten zu Taiwan das geplante Treffen mit Japan kurzfristig abgesagt, aber Japan und Südkorea gehen immerhin weiter aufeinander zu. Der japanische Botschafter Yoshimasa Hayashi signalisierte bei einem Treffen dem neuen südkoreanischen Botschafter in Japan, Yun Duk Min, die Bereitschaft, die Beziehungen verbessern zu wollen. Beide Länder wollen zukünftig vermehrt gemeinsam an Problemen arbeiten.

Und sonst so diese Woche?

Ein japanischer Fußballverein musste eine hohe Geldstrafe zahlen, weil seine Fans während des Spiels zu leidenschaftlich gejubelt hatten. Der Grund: Die aktuellen Anti-Corona-Regeln verbieten das laute Anfeuern während der Spiele.

Eine gute Nachricht aus der Welt des Sports lieferte dagegen der japanische Verband JSA. Der Sumoverband plant nämlich, einen englischen YouTube-Kanal ins Leben zu rufen, um den Sport auch für Menschen aus dem Ausland zugänglicher zu machen. Auf dem Kanal sollen Videos über die Geschichte und Kultur des Sumo sowie Turnierhighlights zu sehen sein.

Auch in der Welt der Popkultur war in dieser Woche so einiges los. Der 103. Manga-Band von „One Piece“ ist draußen. Mit seiner Veröffentlichung hat die Reihe die Marke von 510 Millionen gedruckten Bänden überschritten und damit einen neuen Weltrekord aufgestellt.

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