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HomeNachrichten aus JapanDie Woche in Japan – 19.09. bis 23.09.

Eine stürmische Woche

Die Woche in Japan – 19.09. bis 23.09.

Die laufende Woche ist schon fast wieder zu Ende und wir werfen gemeinsam einen Blick auf die wichtigsten Ereignisse der letzten Tage. Welche Themen haben die Menschen in Japan in dieser Woche bewegt?

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Es war in mehrerlei Hinsicht eine stürmische Woche. Am Montag zog ein weiterer Taifun über die Region Kyushu und verwüstete das Land. Zwei Personen starben und mehr als ein Dutzend wurden verletzt. Die japanische Regierung erließ Evakuierungsanordnungen, von denen über 9,7 Millionen Menschen in 14 Präfekturen betroffen waren.

Die Proteste nehmen kein Ende

Der Tag von Shinzō Abes Begräbnis rückt näher und mit jeder Stunde, die verstreicht, scheinen auch die Proteste gegen das Staatsbegräbnis lauter zu werden.

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In dieser Woche fand in Tokyo die bisher größte Demonstration gegen das von der Regierung geplante Staatsbegräbnis statt. 13.000 Menschen nahmen an der Protestaktion teil, gingen auf die Straße und brachten ihren Unmut zum Ausdruck.

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Am Mittwoch zündete sich sogar ein Mann in der Nähe des Büros des japanischen Premierministers in Tokyo auf der Straße an, um gegen das Staatsbegräbnis von Abe zu protestieren.

Die Bevölkerung ist unzufrieden mit den Plänen ihrer Regierung. Das zeigen auch die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage der Nachrichtenagentur Kyodo News. Das Kabinett des Premierministers Fumio Kishida verliert immer weiter an Zustimmung.

Während die Wellen der Empörung immer höher schlagen, hat auch die Abe-Fraktion innerhalb der Regierungspartei zunehmend mit internen Problemen zu kämpfen. Mit Abe hat die Gruppe ihren Vorsitzenden verloren.

Das durch seinen Verlust entstandene Machtvakuum gefährdet inzwischen die Einheit der früher so starken und einflussreichen Fraktion und die Wahl des neuen Vorsitzenden könnte sogar ihre Spaltung bedeuten.

Harte Worte, große Ankündigungen

Auf der Generalversammlung der UN in New York hat der japanische Premierminister Fumio Kishida Russlands Handeln scharf kritisiert und eine Reform der UN gefordert.

Der russische Präsident Wladimir Putin hatte mit dem Einsatz von Atomwaffen gedroht, wenn andere Länder in den Konflikt mit der Ukraine eingreifen sollten. Kishida verurteilte diese Drohung aufs Schärfste und betonte, dass sich Japan weiterhin für eine Welt ohne Atomwaffen einsetzen werde.

Für Aufsehen sorgte auch Japans Ankündigung, die Visumspflicht ab dem 11. Oktober aufheben zu wollen. Individualreisen nach Japan sollen wieder möglich sein und man soll, ohne seine Reise vorher bei einem japanischen Reisebüro gebucht zu haben, das Land bereisen dürfen.

Besonders die Wirtschaft erhofft sich viel von den Lockerungen. Zwar stieg die Zahl der ausländischen Reisenden in den letzten Monaten immer weiter an, aber die aktuellen Zahlen liegen immer noch weit hinter denen von 2019 zurück.

Eine goldene Woche für Berserk- und Pokemonfans

Die große „Berserk“-Ausstellung ist endlich im Herzen Tokyos angekommen. Hier sollen sogar zwölf Kunstwerke zu sehen sein, die bisher nicht der Öffentlichkeit zugänglich waren. Sechs von ihnen stellte Kentaro Miura, der Schöpfer von „Berserk“, erst kurz vor seinem Tod fertig.

Und für Pokemon-Fans gab es diese Woche sogar mehrere spannende Neuigkeiten.

Hokkaido stellt seinen Paaren ab sofort Heiratsformulare mit „Pokémon“-Design zur Verfügung. Auf dem Formular selbst ist ein Vulpix abgebildet. Niedlich, persönlich, ergreifend. Einfach perfekt für den großen Tag.

Vielleicht etwas weniger dramatisch, dafür aber mindestens genauso süß war die Ankündigung von Tokyo Banana. Das Süßwarenunternehmen hat eine neue Pokemon-Kreation angekündigt: die Pokémon Tokyo Banana Schokoladen-Keks-Sandwiches.

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