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HomeNachrichten aus JapanDie Woche in Japan - 26.09. bis 30.09.

Staatsbegräbnis und ein Jubiläum, das keiner richtig feiern wollte

Die Woche in Japan – 26.09. bis 30.09.

Diese Woche stand Japan im Zeichen des Staatsbegräbnisses für Shinzō Abe, das am 27. September trotz heftiger Kritik und begleitet von Demonstrationen stattfand.

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Das Staatsbegräbnis zeigte, wie zerrissen die japanische Gesellschaft tatsächlich ist und führte zu einer zunehmend kritischen Sicht auf Abes politisches Erbe.

Ein Jahrestag für den die Feierlaune fehlt

Ebenfalls in dieser Woche wurde der 50. Jahrestag der Verbesserung der Beziehungen zwischen Japan und China gefeiert, auch wenn angesichts der immer stärker werdenden Spannungen nicht wirklich Feierstimmung aufkam.

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Auf internationaler Ebene war aber noch etwas mehr los. So haben Japan und Deutschland versprochen, die Kooperation ihrer Luftwaffe weiter auszubauen. Deutschland baut seit einiger Zeit sein Engagement im indopazifischen Raum aus, damit wurde nun ein weiterer Schritt getan.

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Auch Russland war in der vergangenen Woche ein Thema, denn dort wurde ein japanischer Konsul festgenommen. Er wird der Spionage beschuldigt und wurde des Landes verwiesen. Das hat man in Japan natürlich nicht auf sich sitzen lassen, dementsprechend wurde gegen die Verhaftung und Ausweisung auch Protest eingelegt.

Da Russland im Moment die negativen Schlagzeilen dominiert, hier mal eine positive Nachricht: Denn das Handeln der russischen Regierung, allem voran Staatschef Putin, und das Handeln der Menschen in Russland sind zwei verschiedene Paar Schuhe. In Japan unterstützt ein russisches Restaurant nämlich ukrainische Geflüchtete und das trotz Anfeindungen.

In der vergangenen Woche wurde die kürzeste Shinkansen-Strecke in Japan eingeweiht, doch der Verkehr auf der Nishi-Kyushu-Linie wurde bereits diese Woche schon wieder gestoppt. Grund dafür waren mehrere Bombendrohungen.

Außerdem hat Japan den ersten tödlichen Unfall mit einem E-Scooter verzeichnet.

An der Coronafront gibt es auch etwas Neues: Japan hat sein Corona-Meldesystem vereinfacht. Das bedeutet, dass jetzt nur noch Infektionen bei älteren und bei Menschen, die eine Vorerkrankung haben und daher für einen schweren Verlauf anfälliger sind, gemeldet werden müssen. Passend dazu wurde der Dienst von Cocoa, Japans Corona-Warn-App, eingestellt.

Eine weitere gute Nachricht betrifft das Thema Lebensmittelverschwendung. Immer mehr aussortieren Obst und Gemüse findet den Weg zu den Verbrauchern, die das Angebot dankend annehmen.

Der Kampf gegen die sinkende Geburtenrate hält ebenfalls an. Dieses Mal hat die Regierung die Idee, die Geburtenbeihilfe zu erhöhen. Die Beihilfe soll die teuren Kosten einer Entbindung decken, doch mittlerweile reicht das nicht mehr aus, denn eine Geburt in Japan ist teuer. Die Erhöhung soll durch erhöhte Krankenkassenbeiträge nun ältere Generationen finanzieren.

Und sonst so in dieser Woche?

Menschen mit Demenz leben in Japan oft ein einsames Leben. Ein Café in der Präfektur Aichi will das ändern und diesen Menschen wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

In Oshamambe tauchte im August urplötzlich ein Geysir auf, der eine Wasserfontäne von bis zu 30 Metern Höhe in die Luft schleuderte. Der Geysir erschien auf dem Gelände des Iinari-Schreins. Woher der Geysir gekommen ist, weiß allerdings niemand, ebenso weiß niemand, wohin er inzwischen wieder verschwunden ist.

Der Flughafen von Masuda gibt es ein besonderes Begrüßungskomitee für die Fluggäste, das aus einer Gruppe von Shiba Inus besteht und sich in aller Ruhe streicheln lassen.

Zu guter Letzt wurde bekannt, dass ein Besuch der Insel Miyajima ab 2023 teurer werden wird.

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