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Menschen unterschätzen die Gefahren

Die Zahl der Unfälle in Japans Flüssen hat sich verdreifacht

Die Zahl der Wasserunfälle und -todesfälle hat sich gegenüber dem Vorjahr verdreifacht.

Die Zahl der Unfälle nahm insbesondere in der Präfektur Gifu stark zu, da viele Menschen die Flüsse als willkommene Abkühlung sehen.

Geschlossene Strände und Bäder locken die Menschen in die Flüsse

Durch die Maßnahmen, den Coronavirus an der Ausbreitung in Japan zu hindern, sind die Strände und viele Bäder in diesem Jahr geschlossen. Zwar kann man trotzdem im Meer schwimmen gehen, aber es gibt keine Rettungsschwimmer.

In der Präfektur Gifu sind seit Anfang dieses Jahres bereits 15 Menschen bei Unfällen ums Leben gekommen. Die Menschen nutzen insbesondere den Fluss Itadori, um dort zu grillen oder sich im Wasser abzukühlen. Auch in den anderen Präfekturen zeigt sich ein ähnliches Bild.

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Das Problem dabei ist, dass viele Menschen die Gefahren der Stellen, an denen sie schwimmen gehen im Gegensatz zu den Einheimischen, nicht kennen.

Gefahren werden von den Menschen oft unterschätzt

Durch die Pandemie und die ansteigende Hitze erwarten Experten, dass die Unfälle noch zunehmen werden, da die Menschen keine andere Möglichkeit sehen, als sich in Flüssen abzukühlen. Zudem wird die Gefahr, die von Flüssen ausgeht, oft unterschätzt.

In einem Fall ertrank am 2. August ein Mann aus Toyota City, der sich im Fluss Itadori abkühlen wollte. Er wurde von der starken Strömung mitgerissen und unter Wasser gedrückt.

Einheimische sagen, dass dort, wo er schwamm, sich ein Strudel bildete und das Schwimmen dort eigentlich untersagt ist.

Takahiko Kimura, Generalsekretär der japanischen Gesellschaft für Wasserunfälle, hat bereits vor einem Jahr einen Test mit einer Puppe an der Stelle durchgeführt. Die Puppe wurde von einem Strudel erfasst und unter die Wasseroberfläche gedrückt.

Immer eine Schwimmweste tragen

„Anders als der Ozean verändert sich die Topografie eines fließenden Flusses auf komplexe Weise und es gibt viele Stellen, an denen der Fluss immer tiefer wird. In einigen Fällen ertrinken Menschen, die versuchen, einen anderen Menschen vor dem Ertrinken zu retten.“, so Kimura.

Gefährliche Stellen sind schwer zu erkennen, daher rät Kimura dazu, auf Warnschilder zu achten und unbedingt eine Schwimmweste zu tragen.

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