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Diebe in Japan stehlen 15 Tonnen Süßkartoffeln

Der Bauer hatte sich nicht die Mühe gemacht, seine Scheune abschließen

Im Allgemeinen suchen Diebe nach Dingen, die über zwei Eigenschaften verfügen. Erstens handelt es sich oft um kleine Gegenstände, die leicht zu transportieren oder zu verstecken sind. Auch Dinge, die sich leicht zu Geld machen lassen, werden gerne geklaut. Deshalb sind Juwelen, Edelmetalle und Geldnoten bei Ganoven begehrt.

Ein Dieb oder wahrscheinlich eher eine Bande aus der japanischen Präfektur Ibaraki entschloss sich, neue Wege zu gehen und stattdessen einfach Süßkartoffeln zu stehlen. Am Morgen des 18. November machte sich ein 53-jähriger Landwirt aus der Stadt Oarai auf den Weg zu seinem Lagerhaus, das direkt neben seinem Feld Süßkartoffeln steht. Schnell bemerkte der Mann, dass sich am Wochenende jemand an seinen Vorräten bedient hatte. Fast seine gesamte Ernte, insgesamt etwa 15 Tonnen Kartoffeln, waren weg.

Von den Dieben fehlt bisher jede Spur

Der Bauer lagerte seine Ernte in großen Containern, mit je einem Fassungsvermögen von etwa 20 Kilogramm Inhalt. Als der Mann am Samstagabend das Lager schloss, standen 1.000 dieser Container in seinem Lager. Am Montagmorgen fehlten circa 750.

Gegenüber der Polizei erklärte der Landwirt, dass er sich nicht die Mühe gemacht hat, die Tür zu seinem Lagerhaus abzuschließen. Auf der einen Seite ist das natürlich ein gutes Beispiel, welches Vertrauen der Bauer in seine Mitmenschen hat, was in vielen ländlichen Gebieten auch durchaus noch gerechtfertigt ist. Allerdings war in der Präfektur bekannt, dass bereits vorher Süßkartoffeln im großen Stil von Dieben mitgenommen wurden.

Ende September meldete sich ein Landwirt aus der Stadt Ibaraki bei der Polizei und gab an, dass ihm 2,7 Tonnen frisch geerntete Süßkartoffeln entwendet wurden. Auch hier verschwand die Ernte direkt aus einem Lagerhaus. Die Polizei prüft jetzt, ob beide Diebstähle miteinander in Verbindung stehen und möglicherweise von denselben Personen begangen wurden.

Behörden bitten Abnehmer um gesteigerte Vorsicht

Der entstandene Schaden rechtfertigt durchaus eine polizeiliche Ermittlung. Allein dem Bauern aus Oarai wurden Kartoffeln im Wert von mehr als 1,87 Millionen Yen (15.620 Euro) gestohlen. Auf den ersten Blick scheint es seltsam zu wirken, dass jemand fast 18 Tonnen Süßkartoffeln stiehlt, allerdings lässt sich diese Beute lange lagern. Der Bauer aus Oarai hatte im Januar bereits einen Großabnehmer gefunden, der seine Ernte dann an kleine Geschäfte weiterverkaufen wollte.

Die Polizei geht davon aus, dass die Diebe sich mit den Endkunden direkt in Verbindung setzen und ihre Beute im nächsten Herbst nach und nach verkaufen. Gerade im Herbst gibt es auch viele kleine Stände, die Gerichte aus Süßkartoffeln anbieten. Die Behörden in Japan bitten alle Abnehmer, sich Referenzen zeigen zu lassen, wenn sie ihre Süßkartoffeln nicht von einem der bekannten Großlieferanten beziehen.

ISC

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