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Familien wollen und können wegen Coronavirus nicht anreisen

Dienstleister übernehmen wegen Pandemie Grabbesuche zum O-Bon

In wenigen Tagen steht das O-Bon in Japan bevor. Die Feiertage sind den verstorbenen Ahnen gewidmet und sollen sie ehren. Teil der Festlichkeiten ist es unter anderem die Ahnengräber zu besuchen. Aufgrund der derzeitigen Lage in Japan ist das jedoch schwierig. Wegen des Coronavirus sollen Menschen am besten nicht reisen und zu Hause bleiben. Aus diesem Grund übernehmen nun immer mehr Dienstleister den traditionellen Besuch am Grab.

Die Nachfrage nach derartigen Diensten ist dieses Jahr nach verschiedenen Berichten deutlich angestiegen. In der Präfektur Tottori werden viele Grabsteinmacher darum gebeten, Personal zu den Familiengräbern zu schicken.

Interesse ist angestiegen

Ein Unternehmen in der gleichnamigen Stadt bietet so einen Dienst bereits seit zehn Jahren an. Für dieses Jahr haben sie Anfragen von mehr als 60 Familien erhalten. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Anstieg von um die 30 Prozent. Das Unternehmen übernimmt dabei alle Arbeiten, die eigentlich die Familien machen.

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Am Montag waren bereits Mitarbeiter bei der Arbeit zu sehen. Einer von ihnen reinigte und polierte den Grabstein eines Familiengrabes von einer Frau aus der Präfektur Aichi. Sie kann aufgrund der Pandemie nicht anreisen und bat deswegen das Unternehmen um die Reinigung.

Familien ehren von Zuhause ihre Ahnen

Die Firma selbst erklärte, dass sie zum Dienstag alle Gräber gereinigt haben. Für Mittwoch stellen sie dann Blumen und Weihrauch auf, sodass alles pünktlich zu Beginn der Festlichkeiten fertig ist. Damit sich die Familien von der Arbeit überzeugen können, wird ihnen abschließend ein Foto von dem Grab geschickt.

Mitarbeiter haben dabei Verständnis für die zusätzliche Arbeit. Sie wollen den Familien helfen trotz der schwierigen Zeit den Vorfahren Respekt zu zollen. Auch andere Grabsteinmacher, Bestattungsunternehmen oder andere Dienstleister in ganz Japan bieten einen ähnlichen Dienst an. Sie hoffen, dass die Menschen auch von ihrem Zuhause aus mit gutem Gewissen feiern können.

NHK

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