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HomeNachrichten aus JapanDigitale Weltkarte erinnert mit Tweets vom 11. März 2011 an das Tohoku-Erdbeben

Tausende Tweets halten Katastrophe fest

Digitale Weltkarte erinnert mit Tweets vom 11. März 2011 an das Tohoku-Erdbeben

Im März wird sich das schwere Tohoku Erdbeben zum zehnten Mal jähren. Um an die Katastrophe zu gedenken, die vielen Menschen das Leben gekostet hat, wurde ein ungewöhnliches Projekt rund um Twitter-Tweets gestartet.

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Auf Tweet Mapping wurden rund 4.200 japanische Tweets gesammelt und mithilfe der Nutzerstandorte auf eine Weltkarte gelegt. Sie alle entstanden innerhalb 24 Stunden am 11. März, als das Tohoku Beben Japan mit einer Stärke von 9,1 traf. Die zahlreichen Nachrichten zeigen dabei, wie die Menschen weltweit von der Katastrophe verwirrt waren und nicht genau wussten, was gerade passiert war.

Menschen in ganz Japan twitterten über das Tohoku-Erdbeben

Während die Menschen in Tokyo sich von dem Schreck noch erholten, ahnen sie nicht, was sich noch für eine Katastrophe anbahnt. Nur etwa 20 Minuten nach dem Beben werden die Küstenregionen von einem verehrenden Tsunami getroffen, der Tausenden das Leben kostet und Auslöser der nuklearen Katastrophe in Fukushima ist. Noch heute wird nach vermissten Menschen gesucht.

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In Miyagi, eine der Präfekturen, die schwer von dem Tsunami getroffen wurde, sind zahlreiche sehr besorgte Tweets zu finden. Eine Person in Shichigahama fragt, ob alle noch am Leben sein. In Ishinomaki will jemand anderes wissen, ob die Mutter evakuiert wurde.

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In der Zwischenzeit schreiben Menschen in Tokyo, dass sie nicht nach Hause können, da die öffentlichen Verkehrsmittel weiterhin gestört sind. Ein Nutzer gibt an, dass von Yaesu nach Hause läuft.

Menschen sollen die Situation von damals verstehen

Eine andere Person schreibt, dass sie in der Firma übernachten wird. Interessanterweise ist dieser Tweet direkt in der Nähe einer Bahnstation gesendet worden. Aber nicht nur in Japan machen sich die Menschen große Sorgen. In Los Angeles schreibt eine Person, dass sie für die Sicherheit der Menschen betet.

Erstellt wurde die Webseite von Professor Hidenori Watanave von der University of Tokyo’s Graduate School. Er hofft, dass die Menschen über die Ereignisse von damals nachdenken, während sie mit den Tweets auf der Seite interagieren.

Laut Watanve spiegeln die Tweets die Gedanken der Menschen wider, die sich in einer außergewöhnlichen Situation befanden. Im Zusammenhang mit der Karte ist es nun möglich die Umstände bildlich darzustellen und sie besser zu verstehen.

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