Anzeige
HomeNachrichten aus JapanDirektor der Olympischen Eröffnungszeremonie wird nach Holocaust-Witz entlassen

Zeremonie soll wie geplant stattfinden

Direktor der Olympischen Eröffnungszeremonie wird nach Holocaust-Witz entlassen

Es ist nur wenige Tage her, dass die Olympischen Spiel in Tokyo ihren nächsten Skandal hatten. Nun folgt auch der nächst und diesmal muss der Direktor der Olympischen Eröffnungszeremonie.

Anzeige

Das Olympische Organisationskomitee von Tokyo gab am Donnerstag bekannt, dass sie Kentaro Kobayashi als Direktor des Kreativteams hinter der Eröffnungs- und Abschlusszeremonie der Spiele entlassen. Grund dafür ist ein „Witz“ den der ehemalige Komiker in der Vergangenheit gemacht hat.

Direktor entschuldigt sich

Vor wenigen Tagen tauchte ein Video von einem seiner Auftritte aus den 90er im Internet auf. Darin sagt Kobayashi unter anderen „Lass uns den Holocaust spielen“. Das Simon Wiesenthal Center, eine jüdische Menschenrechtsorganisation, veröffentlichte als Reaktion ein Statement, in dem sie den Sketch verurteilten.

LESEN SIE AUCH:  Chef der Olympischen Spiele in Tokyo tritt nach sexistischen Kommentaren zurück

Ebenfalls sagten sie, dass mit Kobayashi bei den Olympischen Spielen die Erinnerungen von sechs Millionen ermordeten Juden beleidigt werden. Premierminister Yoshihide Suga nannte die Äußerungen von Kobayashi unentschuldbar, wollte aber auch, dass die Zeremonie wie geplant stattfindet.

Seiko Hashimoto, Präsidentin des Olympischen Komitees, entschuldigte sich bei einer Pressekonferenz für den Vorfall. Es sei ihre Verantwortung, dass keine ausreichenden Hintergrundüberprüfungen des Direktors durchgeführt wurden.

Entlassung kam nur einen Tag vor der Eröffnungszeremonie

Anzeige

Kobayashi veröffentlichte eine Erklärung, in der er sich entschuldigt und sein damaliges Skript als äußerst unklug bezeichnet. Er versteht, dass seine unangemessene Wortwahl damals ein Fehler war und er bereut es.

Die Entlassung des Direktors, der für die Überwachung verschiedener Abschnitte der Zeremonien verantwortlich war, kam nur einen Tag vor der Eröffnungsfeier. Hashimoto versprach, dass sie die gesamte Veranstaltung überprüft und diskutiert haben, um sie angemessen vorzubereiten und abzuhalten.

Gleichzeitig erfolgte sie direkt nach dem Rücktritt des Komponisten für die Zeremonie, Keigo Oyamada, der wegen seiner Vergangenheit als brutaler Mobber von behinderten Kindern in der Kritik stand.

Anzeige
Anzeige