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HomeNachrichten aus JapanDokumentar-Film über Sadako Sasaki geplant

Schöpferin tausender Papier-Kraniche

Dokumentar-Film über Sadako Sasaki geplant

Sadako Sasaki ist in Japan sehr bekannt. Das Mädchen erlebte den Atombombenangriff auf Hiroshima und starb zehn Jahre danach an Leukämie.

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Bekanntheit erlangte sie, weil sie im Krankenhaus tausend Papierkraniche faltete. Einer Legende nach geht durch das Falten eines Kranichs ein Wunsch in Erfüllung.

Film soll ihr Leben beleuchten

Nun gab ihre Familie bekannt, dass ein Dokumentarfilm über das Leben von Sasaki geplant sei. In diesem soll ihr Leben und auch ihre Wirkung auf die Nachwelt beleuchtet werden.

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Obwohl es heißt, dass sie mehr als tausend Origami-Kraniche fertigstellte, wurde ihr Wunsch, gesund zu werden, nicht erhört. Die Inschrift am Fuß einer nach Sadako modellierten Gedenkstatue im Hiroshima Peace Memorial Park in der Nähe des Epizentrums der Bombardierung lautet: „Dies ist unser Gebet. This is our prayer. Für den Aufbau des Friedens in dieser Welt.“

Die Statue wurde 1958 nach einem Aufruf ihrer Klassenkameraden errichtet, der im ganzen Land zu Spenden führte. Sie steht bis heute als Denkmal für alle Kinder, die bei dem Bombenangriff ums Leben kamen, und empfängt Besucher aus aller Welt.

Film anlässlich des 80. Jahrestages des Kriegs

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Der Film mit dem vorläufigen Titel „Orizuru no Kiseki“ (Das Wunder der Papierkraniche) wurde von Sadakos Neffen Yuji Sasaki, einem 50-jährigen Songwriter aus Tokyo, anlässlich des 80. Jahrestages des Beginns des Pazifikkrieges zwischen Japan und den Vereinigten Staaten konzipiert, der am 7. Dezember 1941 mit dem Überraschungsangriff Japans auf Pearl Harbor ausbrach.

Der Film folgt den Spuren von Sadako sowie ihrem Bruder Masahiro, der heute 79 Jahre alt ist, und anderen Kindern, die dem Bombenangriff ausgesetzt waren. Er zeigt auch die Brücke der Freundschaft zwischen Japan und den Vereinigten Staaten, die durch Sadakos Geschichte gebaut wurde, sagte die Familie.

Der Film schildert auch die harten Erfahrungen, die Sadakos Eltern machten. Sie waren gezwungen, nach Fukuoka zu ziehen, nachdem sie sich der unbegründeten Kritik ausgesetzt sahen, sie würden mit dem Tod ihrer Tochter Geld verdienen, da ihre Geschichte in Zeitungen und anderen Medien berichtet wurde.

Finanzierung über Crowd-Funding

Yuji Sasaki sagte, Sadakos Eltern hielten sich von Büchern und Filmen fern, die sich mit ihrer tragischen Situation befassten.

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„Indem ich auch den Schmerz der Familie hinter Sadakos Geschichte zeige, möchte ich einen Film machen, der dem Publikum hilft, darüber nachzudenken, welche Denkweise Frieden schaffen würde“, sagte er.

Der Film, der seit letztem September in Produktion ist, wird voraussichtlich im Sommer 2022 in die Kinos kommen. Er wird teilweise durch Spenden und eine Crowdfunding-Kampagne finanziert, die noch auf der Crwod-Funding Website abrufbar ist.

Wenn es die Coronavirus-Situation zulässt, sagte Yuji Sasaki, dass er und die Crew im Dezember eine Zeremonie zum Gedenken an die Opfer des Angriffs auf Pearl Harbor in Honolulu, Hawaii, filmen werden, die als Teil des kommenden Titels geplant ist.

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