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Dorf in Japan verbietet Solarparks um die Landschaft zu retten

Gefahr von Erdrutschen durch Abholzung

Otama in der Präfektur Fukushima zählt zu einem der schönsten Dörfer in Japan. Um diese Schönheit zu erhalten, hat die Dorfversammlung nun beschlossen, keine Solarparks mehr zuzulassen.

Otama mit seinen 8.700 Einwohnern liegt am Fuße des Mount Adataryama und ist umgeben von Ackerland. Das Dorf ist Mitglied der Most Beautiful Villages in Japan, einer Vereinigung, der 63 Kommunalverwaltungen und Regionen angeschlossen sind.

Solarparks ein Problem für die Landschaft

Otama war das erste Dorf der Welt, dass 2015 eine Städtepartnerschaft mit Machu Picchu, einem UNESCO-Weltkulturerbe in Peru, eingegangen ist.

Wie überall im Land sind auch in Otama Fotovoltaikanlagen entstanden, seit 2012 das Einspeisetarifsystem (FIT) zur Förderung erneuerbarer Energiequellen in Japan eingeführt wurde.

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Derzeit gibt es drei Solarkraftwerke, die jeweils mehr als 10.000 Quadratmeter Land beanspruchen. Ein weiteres befindet sich im Bau und zwei weitere sind in Vorbereitung. Alle Solarparks werden von Unternehmen betrieben, deren Sitz außerhalb der Präfektur Fukushima ist.

„Es ist unsere Pflicht an die Zukunft unseres Dorfes in 20 bis 30 Jahren zu denken“, so Bürgermeister Toshikazu Oshiyama.

Erklärung nicht rechtsverbindlich

Die verfasste Erklärung besagt, dass „Mega-Solarparks“ der natürlichen Landschaft ein merkwürdiges Gefühl der Verrücktheit verleihen. Außerdem verweist die Erklärung auch auf die Besorgnis der Einwohner über Erdrutsche, die durch Abholzung der Bergwälder und Abfallverwertung ausgelöst werden könnten, nachdem die Unternehmen die Parks geschlossen haben.

Obwohl diese Erklärung nicht rechtsverbindlich ist, ist sie nach Angaben des japanischen Umweltministeriums für eine Gemeinde ein seltener Schritt.

Die Verwaltung von Fukushima sucht nun nach Wegen, um eine rechtsverbindliche Verordnung oder einen Rahmen für Solarstromanlagen zu schaffen.

Nach Angaben des japanischen Umweltministeriums unterliegen Solarstromerzeugungsanlagen in 33 Präfekturen und 18 Städten bundesweit einer Umweltverträglichkeitsprüfung. In vielen Fällen gelten die Verordnungen jedoch nur für Großanlagen mit einer Fläche von mindestens 500.000 Quadratmetern.

Quelle: AS, MA

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