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Düsterer Blick in die Zukunft

Drei Jahre nach dem Erdbeben erlebt die Region Iburi eine Entvölkerung

AS: Drei Jahre nach dem schweren Erdbeben in der Region Iburi, Hokkaido, leiden einige schwer getroffene Gebiete immer noch unter den Folgen in Form von Entvölkerung.

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Derzeit laufen Wiederaufbauprojekte, um die Gebiete wieder aufzubauen, doch trotz der Bemühungen sind die Aussichten düster. Allgemein zieht es viele Menschen eher in die dicht besiedelten Gebiete innerhalb Japans, zum Beispiel nach Tokyo. Eine Situation, die die japanische Regierung unbedingt ändern möchte.

Viele Menschen haben die Region nach dem Erdbeben verlassen

Vor dem Erdbeben lebten im Bezirk Takaoka in der Stadt Atsuma 30 Menschen aus 13 Haushalten. Jetzt sind es nur noch 14 Bewohner aus sieben Haushalten. Auch aus den Bezirken Tomisato, Yoshino und Horonai ziehen die Menschen weg.

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Um die Bewohner davon abzuhalten, aus den vier Bezirken wegzuziehen, plant die Stadt Atsuma die Eröffnung einer neuen Gemeinschaftseinrichtung in Tomisato, die im Katastrophenfall als Evaluierungsunterkunft dienen soll.

Die Einrichtung, die im Dezember fertiggestellt werden soll, soll den Einwohnern von Tomisato, Takaoka und Yoshino als Ort der Begegnung dienen.

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In Horonai plant die Stadt den Bau von Sozialwohnungen für diejenigen, die Schwierigkeiten haben, ihre Häuser selbst wiederaufzubauen.

Der Plan sieht vor, die Einwohnervereinigungen der drei Bezirke Tomisato, Takaoka und Yoshino zusammenzulegen und als Plattform zu erhalten, auf der sich die Einwohner gegenseitig unterstützen können. Doch aufgrund der Coronavirus-Pandemie ist die Diskussion ins Stocken geraten.

In Horonai ist die Situation noch schlimmer. Nur ein Haushalt hat sich für die geplanten Sozialwohnungen beworben und es gibt keine konkreten Schritte, um die Gemeinde am Leben zu erhalten.

Niigata zeigt, wie es gehen kann

Dabei zeigt die Präfektur Niigata, die 2004 dieselbe Situation erlebte, wie es gehen kann, dass eine von Erdbeben betroffene Region nicht entvölkert wird.

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Damals begannen viele Freiwillige, die nach dem Beben geholfen hatten, auch mit dem Wiederaufbau der Gemeinden in den betroffenen Städten.

Bis zu 50 Personen halfen bei der Landwirtschaft und der Organisation von Veranstaltungen in verschiedenen Städten der Präfektur.

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