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Überlastung des Gesundheitssystems verhindern

Drei weitere japanische Präfekturen beantragen „Quasi-Ausnahmezustand“

Drei weitere Präfekturen haben bei der japanischen Regierung darum gebeten, unter den „Quasi-Ausnahemzustand“ gestellt zu werden, damit sie auf die immer schnellere Ausbreitung der Omikron-Variante reagieren können.

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Osaka, Kyoto und Hyogo reagieren damit auch auf die zunehmende Belastung des Gesundheitssystems. Allein Osaka meldete in den letzten Tagen über 5.000 Neuinfektionen und eine steigende Auslastung der Krankenhauskapazitäten.

Immer mehr Präfekturen wollen „Quasi-Ausnahmezustand“

Die Gouverneure der drei Präfekturen wollen heute eine formelle Entscheidung treffen und den Antrag dann bei der japanischen Regierung einreichen.

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Der „Quasi-Ausnahmezustand“ erlaubt es den Präfekturverwaltungen zunächst, Restaurant- und Barbetreiber aufzufordern, früher zu schließen und keinen Alkohol mehr auszuschenken. Sollte ein Unternehmen dieser Aufforderung nicht nachkommen, kann dies dann auch angeordnet werden. Zudem können Maßnahmen innerhalb der Präfektur auf bestimmte Gebiete begrenzt werden.

Mittlerweile gibt es auch in Hokkaido, Shizuoka und Fukuoka die Überlegung, die Maßnahme zu beantragen. Eine endgültige Entscheidung gibt es allerdings noch nicht.

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Die japanische Regierung hatte am Mittwoch beschlossen, 13 Präfekturen unter den „Quasi-Ausnahmezustand“ zu stellen, darunter auch die Hauptstadt Tokyo. Drei Präfekturen befinden sich bereits seit vergangenen Sonntag unter der Maßnahme.

Zudem hat Premierminister Fumio Kishida die Bevölkerung dazu aufgerufen, zusammenzuarbeiten, um die neue Infektionswelle zu stoppen. Gleichzeitig sagte er, dass die Regierung sich bemühen wird, die Boosterimpfung in Japan zu beschleunigen.

Einreiseverbot bleibt erst einmal bestehen

Zu dem Einreiseverbot für Ausländer sagte der Premierminister, dass die aktuelle Situation keine Lockerung zulässt, trotz der Tatsache, dass die WHO am Mittwoch empfohlen hat, die internationalen Einreiseverbote aufzuheben oder zu lockern, da sie keinen Effekt haben.

Auf die Empfehlung angesprochen, sagte Kishida, dass Japan sein Einreiseverbot für ausländische Staatsangehörige bis Ende Februar wie geplant aufrechterhalten werde. „Die Infektionssituationen bezüglich Omikron sind in Japan und im Ausland eindeutig unterschiedlich“, so der Premierminister.

Das Einreiseverbot hat zwar dafür gesorgt, dass sich Omikron zuerst nicht so schnell ausbreitete, mittlerweile verzeichnet Japan allerdings täglich mehr als 40.000 Neuinfizierte.

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